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Hoch hinaus mit Holz

HAUT in Amsterdam ist ein neues Wahrzeichen. Mit 73 Metern Höhe und 21 Stockwerken ist es eines der höchsten Holzhochhäuser der Welt. Lediglich für Fundament, Keller und Kern des Gebäudes wurde Beton oder Stahlbeton verbaut.

Das verwendete Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten europäischen Wäldern und speichert in seiner Gesamtheit etwa drei Millionen Kilogramm Kohlendioxid. Bild: BKW

Von

BKW

1. September 2022

Seit etwa einem Jahrzehnt wohnen und arbeiten Menschen wieder vermehrt in neuen Holzgebäuden. Mit 73 Metern und 21 Stockwerken ist HAUT, so der Projektname, das höchste Holzhochhaus der Niederlande. HAUT ist angelehnt an das holländische Wort «hout», was so viel wie «Holz» heisst. Im Februar 2022 wurden die Apartments an die Eigentümer:innen übergeben. Die 50 luxuriösen Wohnungen und die zwei Penthouses mit ihren hohen Decken und mit einer Grösse von bis zu 225 Quadratmetern sind dank raumhoher Fenster allesamt lichtdurchflutet und bieten einen wunderbaren Ausblick. Im Untergeschoss sind in der Tiefgarage Ladestationen für Elektroautos installiert.

Entworfen hat das spektakuläre und innovative Gebäude das Team V Architects. Die Assmann Beraten + Planen GmbH, die zum Netzwerk von BKW Engineering gehört, hat die Tragwerksplanung Holzbau sowie die ingenieurtechnische Begleitung der Baustelle mitverantwortet.

800 Kubikmeter Holz verbaut

Lediglich für Fundament, Keller und Kern des Gebäudes wurde Beton oder Stahlbeton verbaut, das Tragwerk besteht zu einem grossen Teil aus Brettsperrholzwänden. Die Decken wurden in Holz-Beton-Verbundbauweise ausgeführt. Das verwendete Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten europäischen Wäldern und speichert in seiner Gesamtheit etwa drei Millionen Kilogramm Kohlendioxid. Dies war auch eine Vorgabe der Stadt Amsterdam.

Nachhaltigkeitsaspekte hatten in der Bewertung des Architekturwettbewerbs für das Projekt einen hohen Stellenwert. Entsprechend hatten massive Holzelemente Vorrang vor anderen Baumaterialien. Das Ergebnis: Insgesamt besteht HAUT aus 2800 Kubikmeter Holz. Das entspricht etwa dem Rauminhalt eines olympischen Schwimmbeckens.

Zahlreiche Herausforderungen

Andreas Wemmer, von Assmann Beraten + Planen GmbH, berichtet von zahlreichen Herausforderungen, welche ein solches CO2-neutrales Holz-Hybrid-Hochhaus an alle Beteiligten stellte. «Die Anforderungen aus der Robustheit für das Holztragwerk wie etwa das Versagen einzelner Tragelemente bei gleichzeitiger Vermeidung von einem ganzheitlichen Kollaps der Tragstruktur waren nicht alltäglich.»

Bei der Planung stellten sich ausserdem etliche Fragen: Hält die Laminierung der Hölzer im Brandfall? Wie können Lufteinschlüsse in den Mörtelfugen nachträglich beurteilt werden? Und: Wie steht es eigentlich um eine mögliche Gefährdung durch den gemeinen Holzwurm? «Holzhochhausplanung erfordert nicht nur Erfahrung, sondern manchmal auch Tapferkeit und Ausdauer», sagt Wemmer hierzu. Diese Ausdauer hat Assmann an den Tag gelegt. Herausgekommen ist eine neue architektonische Ikone in der niederländischen Metropole Amsterdam.

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