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Produktion & Konsum Partner Inhalt: Swisscom

Lang leben mobile Geräte

Den Lebenszyklus verlängern, weiternutzen oder recyceln – so lautet die Devise, um Smartphones und Tablets möglichst nachhaltig zu nutzen. Das Beispiel eines Baukonzerns zeigt, wie Unternehmen einen Beitrag dazu leisten können.

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Mehr als 1,7 Millionen Smartphones wurden 2021 in der Schweiz verkauft. Zu ihrer Herstellung benötigt man viele Rohstoffe, auch solche, die selten sind. In einem einzigen Gerät stecken insgesamt mehr als 30 verschiedene Metalle, darunter Aluminium, Eisen und Kupfer sowie, wenn auch nur in geringen Mengen, die Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium.

Smartphones und Tablets werden oft kürzer genutzt, als das aus technischer Sicht möglich wäre. Ältere Geräte landen zu oft in einer Schublade, wo sie verstauben. Nicht so im Bauunternehmen Porr AG. Christoph Neururer, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Porr Suisse AG, hat im Unternehmen alte Geräte aussortiert: 50 Mobiltelefone und zwei Tablets sind zusammen gekommen. Um sie in den Kreislauf zurückzuführen, hat er sich entschieden, sie Swisscom zum Rückkauf anzubieten.

Alte Geräte wieder in Umlauf bringen

Swisscom nimmt gebrauchte Smartphones und Tablets zurück, um sie aufzubereiten, wiederzuverkaufen oder fachgerecht zu recyceln. Das Angebot nennt sich «Buyback Business». Unternehmen geben online an, welche Geräte sie verkaufen möchten, und erhalten eine Offerte. Je neuer die Geräte und je besser ihr Zustand, desto höher der Kaufpreis.

Für die Porr Suisse AG war der finanzielle Anreiz nebensächlich. «Wir finden es sinnvoll, ausgemusterte Hightech-Geräte, in denen seltene Erden stecken, aufzubereiten und wiederzuverwenden.» Manche Smartphones hatten einen Totalschaden («Das kann auf Baustellen schon mal passieren», so Neururer), andere wiesen nur kleine Mängel auf, doch die Reparaturkosten waren für das Alter der Geräte zu hoch. Auch einwandfreie Handys wurden ausgemustert. «Bei uns geht die Sicherheit vor», erklärt Neururer. «Deshalb sortieren wir Geräte aus, wenn sie wichtige Updates nicht mehr unterstützen.»

Sara Duindam, Produktmanagerin der Swisscom-Rückkaufaktion, betont: «Die Rückgewinnung der Rohstoffe ist ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit. Deshalb bieten wir Buyback Business nicht nur Kunden an, sondern allen Schweizer Firmen.»

Datenlöschung, Aufbereitung und Wiederverkauf

Nach Erhalt lässt Swisscom sämtliche Daten von den zurückgekauften Smartphones und Tablets löschen, anschliessend werden die Geräte sortiert. Wenn sie in gutem Zustand sind, werden sie repariert.

Funktionstüchtige Geräte werden weiterverkauft. Defekte Geräte lässt Swisscom über eine andere Partnerfirma recyceln, sie werden dort von Menschen mit einer Beeinträchtigung in Einzelteile zerlegt. Nicht nur Metalle, auch andere wiederverwendbare Stoffe wie Keramik und Kunststoffe aus Gehäuse kommen so zurück in den Kreislauf.

Werden dadurch tatsächlich weniger Ressourcen abgebaut? «Definitiv», bestätigt Corporate Responsibility Manager Marius Schlegel von Swisscom, «denn Metalle wie Kupfer, Silber und seltene Erden werden auf dem Markt wiederverkauft.»

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Aus ökologischer Sicht ist es erstrebenswert, den Lebenszyklus mobiler Geräte zu verlängern. Unternehmen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Rückkaufaktion ist eine davon. Schlegel nennt noch drei weitere: «Ökologisch ist es sinnvoller, ein Gerät für Privates und Geschäftliches zu nutzen als zwei verschiedene. Defekte Geräte lassen sich oft reparieren, das erspart eine Neuanschaffung. Entspricht ein Gerät nicht mehr Ihren Bedürfnissen, geben Sie es zurück, zum Beispiel über Buyback Business.»

Vom Autokauf kenne man die unterschiedlichen Bedürfnisse: Manche wollten stets das neuste Modell fahren, andere kauften lieber einen Gebrauchtwagen. Bei Smartphones sei das nicht anders, und jedes Unternehmen habe individuelle Bedürfnisse an seine Geräte.

Je länger, je ökologischer

«Durch Buyback Business wird zusätzlich das Bewusstsein geschärft», ergänzt Produktmanagerin Duindam. Auch in der Porr Suisse AG habe es Reaktionen auf die Aktion gegeben, berichtet Neururer: Einige Angestellte hätten selbst die Initiative ergriffen und ihre privaten Handys beim Händler zurückgegeben.

«Wirtschaftlich und ökologisch ist es sinnvoll, die Geräte möglichst lang zu nutzen.» Schlegel, Senior Corporate Responsibility Manager Swisscom

«Je länger ein Gerät gebraucht wird, desto ökologischer ist es», fasst Schlegel zusammen. Die Rückgewinnung von Materialien sei wichtig für die Nachhaltigkeit, ebenso der Lebenszyklus von Produkten. «Ob man ein Gerät selbst über eine lange Zeit nutzt oder weitergibt, spielt für die Umwelt keine Rolle.» Der grösste Beitrag, den man als Kunde oder Unternehmen leisten kann, ist, dafür zu sorgen, dass Geräte nicht ungenutzt herumliegen.

Handys spenden, Kinder unterstützen

Swisscom stellt für Unternehmen kostenlos Sammelboxen zur Verfügung, in die Mitarbeitende ihre alten privaten Handys einwerfen können. Sobald die Sammelaktion abgeschlossen ist, werden die Geräte geprüft, weiterverkauft oder recycelt. Der gesamte Erlös fliesst in Hilfsprojekte von SOS-Kinderdorf in Nicaragua. Unternehmen können ihren Ertrag aus dem Rückkaufangebot Buyback Business auch für diesen guten Zweck spenden.

Mehr zur Sammelaktion Mobile Aid: für Private und für Geschäftskunden

Deklaration: Dieser Inhalt wurde von Swisscom im Rahmen der Partnerschaft mit Sustainable Switzerland selbst erstellt.

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