Logo image

Sustainable Switzerland Forum

22. August 2024, Kursaal Bern

Die Nachhaltigkeitskonferenz für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Sind Sie dabei?

Jetzt Ticket sichern!
Foto: Swisscom

Kundinnen und Kunden von Swisscom haben die Möglichkeit, defekte Smartphones in allen Swisscom-Shops abzugeben und reparieren zu lassen. Foto: Swisscom

Partner Inhalt: Swisscom

Mit alten Handys Hoffnung schenken

Schnell ist ein Smartphone nicht mehr «up to date». Umso wichtiger ist es, dass alte Modelle runderneuert in neue Hände kommen oder recycelt werden. Denn ihn ihnen schlummert ein wahrer Schatz. Die gute Nachricht: Mit jedem ausrangierten Gerät kann man Kindern in Not helfen.

14

Teilen
Link kopieren LinkedIn
Hören
Logo image

Mit alten Handys Hoffnung schenken

Teilen
Link kopieren LinkedIn
Hören

5 Min.  •   • 

«Dieses neue Smartphone gönn’ ich mir», sagt sich Ramona S. (34). Sie ist beruflich viel unterwegs und auf ein leistungsfähiges Mobiltelefon angewiesen. Der Akku ihres bisherigen Geräts hat spürbar nachgelassen. Vor allem aber verfügt das neue Modell über zusätzliche Funktionen, die Ramona begeistern. Und das alte Handy? Es könnte einfach als «Back-up» dienen, geht es ihr durch den Kopf.

Alle zwei Jahre neues Handy

Ramona S. ist kein Einzelfall. Jedes halbe Jahr kommen brandneue Smartphone- Modelle auf den Markt. Im Durchschnitt erwerben Herr und Frau Schweizer laut Swisscom alle zwei Jahre ein neues Handy. Das «alte» landet meist in einer Schublade – und gerät rasch in Vergessenheit. Anno 2022 fanden nur etwa ein Viertel der verkauften Mobiltelefone zurück zum Fachhandel. Der Rest liess den Elektroschrottberg weiterwachsen.

Was ist das Problem, wenn Handys einfach ausrangiert werden, auch wenn sie noch funktionstüchtig sind? Erstens gilt eine Faustregel: «Je länger man ein Gerät nutzt, desto umweltfreundlicher», sagt Saskia Günther, Leiterin Nachhaltigkeit bei Swisscom. 75 Prozent der CO2-Emissionen von Smartphones entstehen nämlich bei der Herstellung.

Zweitens entziehen abgelegte Smartphones der Kreislaufwirtschaft knappe Ressourcen. Schätzungen zufolge schlummern acht Millionen Handys ungenutzt in Schweizer Schubladen und Schränken. In ihnen stecken mehr als 20 Rohstoffe im Wert von über 60 Millionen Franken. Darunter sind Industriemetalle wie Kupfer, Aluminium, Nickel, seltene Erden, aber auch Silber und sogar Gold. Der Goldanteil beträgt rund 240 Kilogramm – das ist mehr, als aus einer Tonne Gestein in einer südafrikanischen Mine gefördert wird. «Statt gleich zu einem neuen Smartphone zu wechseln, ist es ökologischer, seinem alten eine Verjüngungskur zu verpassen », meint Günther und ergänzt: «Damit spart man erst noch Geld.» Defekte Smartphones können in allen Swisscom- Shops zur Reparatur abgegeben werden. Swisscom leitet die Geräte an einen Service-Partner zur Reparatur weiter. Eine andere Option bilden Secondhand- Modelle. Sie sind preiswert zu haben und weisen zudem ein Jahr Swisscom- Garantie aus.

Spenden für Mobile Aid

Wer aus guten Gründen dennoch den aktuellsten smarten Begleiter will, sollte aus seinem vertrauten Apparat zumindest das Beste machen. Im Rahmen eines «Buyback»-Programms kauft beispielsweise Swisscom alle Mobiltelefone, die noch funktionieren und einen Restwert haben, zu attraktiven Preisen ab und richtet sie für den Wiederverkauf her. Wie aber wäre es, mit seinem alten Telefon etwas Positives für andere zu bewirken? Genau dafür steht das Swisscom- Programm «Mobile Aid». Das Prinzip: Je nach Zustand wird das Handy wieder instandgesetzt und weiterverkauft oder recycelt. Im letzteren Fall finden wertvolle Rohstoffe in den Kreislauf zurück. «Urban Mining» nennt sich das. Nebenbei werden giftige Materialien mit aller Sorgfalt unschädlich gemacht.

«Mobile Aid schlägt quasi drei Fliegen mit einer Klappe: Die Umwelt wird durch Recycling geschont, Menschen mit Einschränkungen erhalten die Möglichkeit zur Wiedereingliederung, und der Erlös kommt Kindern in Not zugute. Nachhaltiger geht es fast nicht.»

Alain Kappeler

Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf Schweiz

Auf jeden Fall fliessen die Erlöse direkt an die Organisation SOS-Kinderdorf. Seit der Lancierung von Mobile Aid im Jahr 2012 konnten so bereits mit über einer Million Handys mehr als fünf Millionen Mahlzeiten für hilfsbedürftige Kinder finanziert werden. Ein unglaublicher Erfolg. «Mobile Aid wirkt auf allen Ebenen nachhaltig: Die Umwelt wird durch das Recycling geschont», erklärt Alain Kappeler, Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf Schweiz. Bevor die Handys rezikliert werden, löscht die Sozialfirma Réalise in Genf alle persönlichen Daten auf den Geräten. «Dank dem Kreislaufwirtschaftsprogramm erhalten Menschen mit Einschränkungen bei Réalise eine sinnvolle Beschäftigung, und Kinder in Not erfahren Hilfe», freut sich Kappeler. Insgesamt ist das Kinderhilfswerk in mehr als 135 Ländern aktiv. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen und ihre Entwicklung zu unterstützen.

Foto: Swisscom

Swisscom

Hilfe für Kinder in Nicaragua

Konkret dienen die Mittel aus Mobile Aid der Stärkung von Familien und ihren Kindern in Esteli in Nicaragua. Das Land zählt zu den ärmsten Lateinamerikas: 17 Prozent der Kinder unter fünf Jahren gelten als chronisch unternährt. Laut Unicef wird jedes zehnte Mädchen schon im Teenageralter schwanger. «Wir beraten und begleiten Familien, damit sie ihre finanzielle Situation verbessern können, vermitteln ihnen Erziehungskompetenzen, bieten Betreuung für Kinder und sorgen für gesunde Mahlzeiten und regelmässige Gesundheitschecks», erläutert Kappeler. Wie gut, dass Ramona S. im Swisscom- Shop rechtzeitig von den Optionen erfährt, die ihrem alten Phone offenstehen. Kurzentschlossen verwirft sie ihre ursprünglichen Pläne – und trifft einen Entscheid: «Ich spende mein Handy. Wenn ich arme Kinder unterstützen und die Umwelt schützen kann, freut mich das länger, als ein paar Franken mehr im Portemonnaie zu haben.»

Nachhaltige Angebote für die Wiederverwendung

Bereits seit mehr als 25 Jahren setzt sich Swisscom für mehr Nachhaltigkeit ein. Dazu gehören auch Wiederverwendungsangebote für ungenutzte oder defekte Mobiltelefone: Jede und jeder von uns kann so einen wertvollen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten und abgelegten Handys ein zweites Leben schenken.

So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, das alte Handy an Swisscom zu verkaufen – es wird wiederaufbereitet und der Rückgabebetrag ausgezahlt oder auf ein neues Handy angerechnet. Das Geld kann auch für einen guten Zweck gespendet werden: Im Rahmen des Programms «Mobile Aid» fliesst der vollständige Erlös aus Wiederverkauf und Recycling an das Hilfswerk SOS-Kinderdorf. Es geht ganz einfach: Für nicht mehr gebrauchte Geräte stehen Mobile-Aid-Sammelboxen in mehr als 100 Swisscom-Shops bereit.

Im Rahmen eines weiteren Wiederverwendungsprogramms mit dem Namen «Refreshed» verkauft Swisscom – günstig und umweltschonend – gebrauchte, wiederaufbereitete Occasion-Smartphones. Auch Reparieren ist viel ökologischer als Ausrangieren oder Wegwerfen: Swisscom- Kunden haben die Möglichkeit, defekte Smartphones in allen Swisscom-Shops abzugeben. Die Geräte werden dann von zertifizierten Technikern repariert. Und wer nicht mehr benötigte Swisscom- Geräte wie etwa Internet-Boxen loswerden möchte, kann das «Return»-Angebot nutzen und die betreffenden Apparate kostenlos an Swisscom zurücksenden.

Machen Sie mit und schenken Sie Ihren Geräten ein zweites Leben!

Mit den Wiederverwendungsangeboten von Swisscom leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Bringen Sie Ihr altes Handy jetzt zurück und schonen Sie die Umwelt.

Mehr dazu erfahren Sie hier

Urban Mining: Jobs für die Schweiz

Hätten Sie gewusst, dass sich mit alten Handys auch Stellen in der Schweiz schaffen lassen? Das Zauberwort lautet «Recycling». Statt immer noch mehr Rohstoffe für Smartphones in aller Welt abzubauen, lohnt es sich, die entsprechenden Ressourcen hierzulande in handwerklicher Arbeit zu erschliessen. So löscht etwa das Sozialunternehmen Réalise in Genf alle persönlichen Daten von Handys, die im Rahmen von «Mobile Aid» gespendet werden. RS Switzerland in Fribourg kümmert sich um den Verkauf funktionsfähiger Geräte. Die Recycling- Spezialisten von Solenthaler Recycling in Gossau verwerten schliesslich die Rohstoffe, die in den defekten Handys stecken.

Deklaration: Dieser Inhalt wurde vom Sustainable Switzerland Editorial Team im Auftrag von Swisscom erstellt.

Werbung

Beliebteste Artikel

Empfohlene Artikel für Sie

Nur dank Risikofreude wurde diese Zürcher Baufirma zum Pionier des ökologischen Kreislaufs
Klimawandel

Nur dank Risikofreude wurde diese Zürcher Baufirma zum Pionier des ökologischen Kreislaufs

Grüne Mobilität beginnt bei der Planung der Autos
Klimawandel

Grüne Mobilität beginnt bei der Planung der Autos

Der Künftige Recivlingbehälter von Zürich
Gesundheit

Design für die Tonne: Die Stadt Zürich hat ihren neuen Recycling-Behälter teilweise selbst entwickelt – das sieht man ihm an

Ähnliche Artikel

Foto: PD
Kreislaufwirtschaft

Lang leben mobile Geräte

Rohstoffe, Menschenrechte und Elektroautos
Mobilität

Rohstoffe, Menschenrechte und Elektroautos

Ein Haufen PET-Flaschen
Kreislaufwirtschaft

Plastikschwemme in der Schweiz: Recycling ist nicht das Allheilmittel