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Tourismusattraktion nachhaltige Schweiz

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Produktion & Konsum Partner Inhalt: economiesuisse

Tourismusattraktion nachhaltige Schweiz

Eine konsequent gelebte Positionierung im Nachhaltigkeitsbereich passt perfekt zum Reiseland Schweiz und ist mittlerweile ein Schlüsselthema der gesamten Tourismusbranche. Die Reduktion von Food Waste und die Förderung der Elektromobilität komplettieren die Prioritäten der Hotellerie im Nachhaltigkeitsbereich.

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Noch vor wenigen Jahren war ein Nachhaltigkeitslabel in der Schweizer Hotellerie ein «nice to have», heute wird es immer mehr zu einem «must have». Aus diesem Grund hat die Tourismusbranche unter dem Namen «Swisstainable» ein Nachhaltigkeitsprogramm entwickelt und 2021 lanciert, welches die Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit in der gesamten Branche unterstützt – unabhängig davon, ob bereits umfassende Nachhaltigkeitszertifizierungen vorliegen oder ein Betrieb sich gerade erst auf den Weg macht.

«Swisstainable» soll dabei keine neue Zertifizierung, sondern mehr Orientierung für Gäste schaffen. Dazu werden Betriebe unter Berücksichtigung bestehender Zertifizierungen mit einem dreistufigen Signet ausgezeichnet: vom Bekenntnis (Level I), übers Engagement (Level II) zum Leader (Level III). HotellerieSuisse führt ihrerseits seit 2013 die Spezialisierungen «Green-» und «Sustainable Living», die sich auf bestehende Labels abstützen und direkten Zugang zu den «Swisstainable» Level II oder III ermöglichen. Über 1000 Betriebe haben sich bereits registrieren lassen und bekennen sich damit zu einer nachhaltigen Betriebsführung.

Food Waste vermeiden lohnt sich

Ein weiteres A-Thema im Nachhaltigkeitsbereich bei HotellerieSuisse ist die Reduktion unnötiger Lebensmittelverluste. Konkret sollen diese bis 2030 Schweizweit halbiert werden: von der Produktion, über die Verarbeitung und den Vertrieb bis hin zur Gastronomie. Das Gastgewerbe verursacht zwar lediglich einen Anteil von 14 Prozent der Lebensmittelabfälle, dennoch ist es für die Hotelgastronomie eine Selbstverständlichkeit, ihre Verantwortung wahrzunehmen. HotellerieSuisse gehört deshalb zu den 28 mitunterzeichnenden Unternehmen und Verbänden einer branchenübergreifenden Vereinbarung und unterstützt seine Mitglieder konkret bei der Umsetzung.

«Erste Projekte zur Reduktion von Food Waste zeigen: Ökologie und Ökonomie widersprechen sich nicht, im Gegenteil.»

Erste Projekte in Basel und im Berner Oberland zeigen bereits: Ökologie und Ökonomie widersprechen sich nicht, im Gegenteil. Die beteiligten Betriebe leisten mit der Vermeidung von Lebensmittelabfällen nicht nur einen ökologischen Beitrag, sondern senken gleichzeitig ihre Betriebskosten. Die Ersparnis kann bis zu 24 Franken pro Kilogramm eingesparter Abfälle ausmachen. Edwin Griessen, Küchenchef im Hotel Kernen Schönried, unterstreicht: «Mit unserem Engagement gegen Food Waste leisten wir einen Beitrag für einen nachhaltigen Tourismus und sparen sogar noch Geld, ohne dass der Gast etwas davon spürt.»

CO2-reduzierte Anreise fördern

Die dritte Priorität im Nachhaltigkeitsbereich setzt HotellerieSuisse 2022 bei der Förderung der Elektromobilität. Die Anreise macht einen grossen Teil der CO2-Emissionen eines Gästebesuchs aus. Dementsprechend können Investitionen in eine CO2-reduzierte Anreise einen substanziellen Effekt generieren. Die Anreise per Bahn auf der bestehenden Infrastruktur, oftmals selbst eine Attraktion für Touristen, ist dabei nur eine Möglichkeit. Ein weiterer Hebel liegt bei der Installation von Elektroladestationen, denn die Zahl der Elektroautos steigt rasant, während die notwendige Infrastruktur noch nicht besteht. Stand heute sind bereits 20 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge in der Schweiz Steckerfahrzeuge. Je nach Prognose wird diese Zahl schon in neun Jahren zwischen 70 und 90 Prozent liegen.

Entsprechend verlangen Gäste vermehrt nach E-Ladestationen. HotellerieSuisse beteiligt sich an der Roadmap e-Mobilität des Bundes. Ziel ist es, bis 2025 den Anteil der Hotels mit eigener E-Ladestationen oder Anbindung an eine öffentliche Ladestation von heute rund 20 Prozent auf 50 Prozent zu steigern. Dabei unterstützt der Verband seine Mitglieder mit Webinaren und einem Leitfaden zur E-Mobilität.

Mit dem Nachhaltigkeitshotel zur nachhaltigen Hotellerie

Nachhaltigkeit ist auch Überzeugungs- und Informationsarbeit. Einen spielerischen Ansatz, die Vielfalt an relevanten Themenfeldern in der Beherbergungsbranche anschaulich zusammenzutragen, liefert beispielsweise unser Nachhaltigkeitshotel. Es soll mithelfen, dass die Hotellerie ihren Beitrag zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele leisten kann und die Schweiz als Destination weiterhin durch ihre gelebte Nachhaltigkeit Touristinnen und Touristen aus dem In- und Ausland begeistert.

Sandra Heim, Verantwortliche Nachhaltigkeit bei HotellerieSuisse

Deklaration: Dieser Inhalt wurde von economiesuisse im Rahmen der Partnerschaft mit Sustainable Switzerland selbst erstellt.

Dieser Artikel behandelt folgende SDGs

Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung, vereinbart von den UN-Mitgliedsstaaten in der Agenda 2030. Sie decken Themen wie Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit, Gesundheit, Bildung, Geschlechtergleichheit, sauberes Wasser, erneuerbare Energie, nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Infrastruktur, Klimaschutz und den Schutz der Ozeane und der Biodiversität ab.

12 - Verantwortungvoller Konsum und Produktion
13 - Massnahmen zum Klimaschutz

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