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Foto: Die Schweizerische Post

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Klima & Energie

Auf Kurs zur klimaneutralen Zukunft

Um das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten, müssen alle mitanpacken. Eine Schlüsselrolle kommt dabei Grosskonzernen zu. Denn sie emittieren grosse Mengen an Kohlendioxid – haben aber auch einen entsprechend grossen Hebel. Neben der Vermeidung von CO₂ geht es dabei auch darum, der Atmosphäre aktiv CO₂ zu entziehen.

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Als eine der grössten Arbeitgeberinnen in der Schweiz gehört die Schweizerische Post zu den wichtigsten Wirtschaftsakteurin-nen. Entsprechend gross ist der CO₂-Ausstoss, den sie durch ihre Tätigkeit verursacht. Gerade deshalb will das Unternehmen Vorbild und Pionier beim Klimaschutz sein. Dafür hat sich die Post ehrgeizige Ziele gesetzt und will nun zehn Jahre früher als geplant, also bereits 2040, Netto-Null erreichen. Sie setzt dabei auf modernste Technologien und investiert grosse Summen, um CO₂ einzusparen und zu vermeiden – und um nicht vermeidbare Emissionen der Atmosphäre zu entziehen.

Ambitioniert, aber möglich

Bis 2040 Netto-Null zu erreichen, ist ein ehrgeiziges Ziel. Dazu hat die Post in den vergangenen Monaten ihre Massnahmen zum Klimaschutz verstärkt. In erster Linie strebt das Unternehmen die vollständige Vermeidung von CO₂-Emissionen an. Dazu stellt sie ihre gesamte Fahrzeugflotte auf alternative Antriebe um und bezieht den Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen aus der Schweiz. Ausserdem werden künftig alle Gebäude fossilfrei beheizt. Trotz all dieser Massnahmen wird der Konzern nicht alle Emissionen vermeiden können. Das verhältnismässig wenige CO₂, dass die Post auch 2040 noch ausstossen wird (zirka 10 Prozent der heutigen Menge), will sie neutralisieren, also aktiv der Atmosphäre entziehen.

Foto: Die Schweizerische Post

Quelle: Die Schweizerische Post

Unser Weg zu Netto-Null

Hierfür hat die Post im letzten Jahr die Post CDR AG (Carbon Dioxid Removal AG) gegründet. Die CDR AG soll alle Möglichkeiten ausloten, mit denen der Mutterkonzern CO₂ aus der Atmosphäre zurückholen kann. Momentan stehen zwei Methoden im Zentrum, die schon heute eine Neutralisation ermöglichen und für den Konzern finanzierbar sind: einerseits nachhaltige Wald-bewirtschaftung, andererseits die Nutzung von Pflanzenkohle.

Bäume sind echte CO₂-Speicher

Bei der Photosynthese entziehen Bäume der Atmosphäre CO₂, das im Holzkörper und in den Ästen gespeichert bleibt. Wenn ein Wald nachhaltig bewirtschaftet wird und kräftig wächst, kann er immer wieder neues CO₂ einspeichern. Wird das Holz nachhaltig geerntet und für langlebige Produkte wie Häuser oder Möbel verwendet, bleibt der darin gespeicherte Kohlenstoff über viele Jahrzehnte hinweg gebunden, während der Wald nachwächst und seinerseits wieder CO₂ einspeichert. Deshalb gehört auch eine konsequente, auf einen hohen Stammholzanteil ausgerichtete Waldbewirtschaftung zum Massnahmenportfolio der Post CDR AG. So hat sie kürzlich im deutschen Bundesland Thüringen eine Waldfläche von rund 2400 Hektar erworben. Die Wirkung des Waldes als CO₂-Speicher kann durch eine Kaskadennutzung erhöht werden, zum Beispiel durch die Verwendung des Restholzes als Pflanzenkohle.

Pflanzenkohle hat viel Potenzial

Eine weitere natürliche Methode, um der Atmosphäre CO₂ zu entziehen, ist das Speichern von CO₂ – zum Beispiel in Böden - durch speziell hergestellte Pflanzenkohle. Die Firma Inkoh AG stellt sie seit 2020 in Maienfeld her: aus unbehandeltem Schwei-zer Waldrestholz mittels eines Pyrolyseverfahrens. Durch ihre besonderen Eigenschaften lässt sich Pflanzenkohle vielseitig einsetzen: als Futtermittelzusatz, Hilfsstoff für trockene Böden, Feuchteregulator für nasse Böden und sogar als Bestandteil von klimaneutralem Beton. Die Post gehört zu den Pionierinnen bei der Nutzung von Pflanzenkohle zur Neutralisation ihrer nicht vermeidbaren Emissionen. Sie investiert in das Projekt, in dem sie exklusiv und langfristig CO₂-Zertifikate von ihrem Projekt-partner First Climate erwirbt, der langjährige Erfahrung im Bereich Klimaschutzprojekten hat.

Das ist erst der Anfang

Derzeit sucht die Post CDR AG nach weiteren Technologien, um ab 2030 rund 168 000 Tausend Tonnen pro Jahr aus der Atmo-sphäre zu entfernen. Ein Gremium von externen Expertinnen und Experten steht der Post CDR AG dabei beratend zur Seite. Dieser Beirat verfügt über viel Expertise im Bereich CO₂-Neutralisierung und unterstützt dabei, für die unvermeidbaren CO₂-Emissionen eine Lösung zu finden. Mit ihrem Klimaprogramm handelt die Post vorausschauend – und sendet durch ihr vorbildli-ches Handeln ein klares Signal an andere Unternehmen, sich ebenfalls für eine klimaneutrale Zukunft einzusetzen.

Deklaration: Dieser Inhalt wurde von der Schweizerischen Post im Rahmen der Partnerschaft mit Sustainable Switzerland selbst erstellt.

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