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Trotz politischen Verschiebungen und aktuellen Schwankungen an den Märkten lohnen sich nachhaltige Investments. Foto: Adobe Stock

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Warum sich nachhaltige Finanzierung langfristig auszahlt

Anders als viele denken haben Unternehmen mit guter ESG-Performance Vorteile an den Kapitalmärkten. Dort liegen nachhaltige Finanzierungsinstrumente weiter im Trend.

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Warum sich nachhaltige Finanzierung langfristig auszahlt

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Wer in diesen Tagen auf die politischen Verschiebungen und internationalen Diskussionen blickt, könnte leicht glauben, dass die Zeichen für Nachhaltigkeit am Finanz- und Finanzierungsmarkt denkbar schlecht stehen. Denn die öffentliche Debatte ist zunehmend geprägt von populistischen Standpunkten, und Themen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen unter Beschuss. Ist der Hype also vorbei? Und ist es tatsächlich eine schlechte Zeit, sich als Unternehmen mit Nachhaltigkeit und der damit verbundenen Finanzierung zu beschäftigen?

Nachhaltigkeit ist kein Modetrend

Der erste Blick trügt. Denn Nachhaltigkeit unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von kurzlebigen Modetrends: Die zugrunde liegenden Probleme – insbesondere die Klimakrise – verschwinden nicht einfach, sondern werden sich mit der Zeit zunehmend akzentuieren. Selbst wenn sich der Fokus der öffentlichen Diskussion – wie gerade aktuell – zeitweise verlagert, wird das Pendel, getrieben durch die realen Auswirkungen des Klimawandels, somit verlässlich zurückschwingen, und das Thema wird langfristig auf der Agenda bleiben.

Der Markt ist weiterhin am Wachsen

Auch aktuelle Zahlen stützen die eingangs gemachte These nicht: Gemäss Berechnungen der Weltbank stieg das Volumen an nachhaltigen Finanzierungsinstrumenten am Kapitalmarkt im Jahr 2024 zum zweiten Mal in Folge im Vergleich zum Vorjahr wieder um 5%. Parallel dazu zeigt eine erste Marktstudie zum Kreditwesen in der Schweiz, dass von 25 befragten Banken bereits drei Viertel über eine Nachhaltigkeitsstrategie explizit für das Kreditgeschäft verfügen. Viele Institute haben sich zudem zu konkreten CO₂-Absenkpfaden verpflichtet, was mittelfristig zwangsläufig Auswirkungen auf die Kreditvergabe haben wird. Es deutet somit vieles darauf, dass Nachhaltigkeit am Finanzierungsmarkt eher an Bedeutung gewonnen hat.

Warum sich langfristiges Denken lohnt

Unternehmen, die langfristig denken, sollten sich sowieso von der Lautstärke des aktuellen Diskurses nicht beirren lassen. Vielmehr gilt es, gerade jetzt den eigenen strategischen Kompass zu justieren und die Frage zu stellen: Ist Nachhaltigkeit für unser Geschäftsmodell von Bedeutung – heute und in der Zukunft? Und wenn ja, wie soll sich das Unternehmen im Themenfeld entwickeln und wie sichert es sich den langfristigen Zugang zu Finanzierung oder wie generiert es sogar Finanzierungsvorteile?

Dabei lohnt sich ein Blick auf das Konzept der doppelten Materialität. Es besagt, dass Unternehmen einerseits ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft beleuchten müssen. Andererseits geht es auch um die Frage, wie sich Nachhaltigkeitsaspekte ihrerseits auf das Unternehmen auswirken, wobei selbstredend die beiden Perspektiven miteinander verbunden sind. Ein Beispiel: Ein Chemiekonzern muss neben möglichen Umweltschäden durch seine Produktion (Inside-out-Perspektive ) gleichzeitig klären, inwiefern strengere Regulierung oder neue Verbraucherpräferenzen (Outside-in-Perspektive) künftig den Geschäftserfolg beeinflussen.

Unternehmensfinanzierung in die Nachhaltigkeitsstrategie integrieren

Wer vorausschauend plant, kann nachhaltige Chancen nutzen und Risiken minimieren, auch in der Unternehmensfinanzierung. Bereits heute gibt es Hinweise darauf, dass Unternehmen mit einer guten ESG-Performance tendenziell über eine höhere Kapitalaufnahmefähigkeit bei niedrigeren Finanzierungskosten verfügen. Vor diesem Hintergrund ist es nur folgerichtig, dass auch Banken und Kapitalgeber ihre Nachhaltigkeitsstrategie im Finanzierungsgeschäft weiter schärfen und ihr Portfolio konsequenter auf diese Themen ausrichten.

Deklaration: Dieser Inhalt wurde von ZHAW im Rahmen der Partnerschaft mit Sustainable Switzerland selbst erstellt.

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