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Die Gründer von Fridge Diego Prado und Ivy Zhao
Die Gründer von Fridge Diego Prado und Ivy Zhao

Die Co-Founder von Fridge, Diego Prado und Ivy Zhao, stehen hinter der Habit-Tracking-Plattform mit Community-Ansatz. Bild: PD

Sustainable Start-up

Vom guten Vorsatz zur Routine: Fridge bringt Habit-Tracking in die Community

Junge Schweizer Unternehmerinnen und Unternehmer gestalten den Wandel – mit kreativen Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft. In der Serie «Sustainable Startups» porträtieren wir innovative Geschäftsideen, beleuchten ihren nachhaltigen Impact und geben Einblick in die Visionen der Gründerinnen und Gründer.

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Vom guten Vorsatz zur Routine: Fridge bringt Habit-Tracking in die Community

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Die Geschäftsidee

«Fridge entwickelt eine digitale Plattform, die Menschen hilft, langfristige Gewohnheiten aufzubauen, indem sie Selbstverbesserung zu einem sozialen und gemeinschaftlichen Erlebnis macht. Auf der Plattform verbinden sich Nutzerinnen und Nutzer in kleinen Gruppen, verpflichten sich zu täglichen Zielen und motivieren sich gegenseitig, indem sie ihren Fortschritt offen nachvollziehbar festhalten und an Challenges teilnehmen.»

Die Gründerinnen und Gründer

Diego Prado (Co-Founder & CEO): Aufgewachsen in Solothurn, verantwortlich für Business Development.

Ivy Zhao (Co-Founder & COO): Bringt einen internationalen Hintergrund aus China und Australien mit und verantwortet bei Fridge Finance und Operations.

Kevin Amalthas (Co-Founder & Lead Developer): Software Engineer aus Bern, zuständig für die technische Entwicklung der Plattform.

Herman Japagal (Co-Founder): Baut bei Fridge die digitalen Communities auf. Mit seinem Social-Media-Kanal DailyRejection erreicht er über eine Million Follower.

«Mit Fridge schaffen wir einen Raum, in dem Menschen sich gegenseitig unterstützen und echte Verbindlichkeit entsteht.»

Diego Prado

Co-Founder & CEO von Fridge

Nachhaltiger Impact

«Viele Menschen scheitern an persönlichen Veränderungszielen, nicht, weil ihnen Motivation fehlt, sondern weil sie damit allein bleiben. Studien zeigen, dass rund 80 Prozent aller neuen Gewohnheiten scheitern, wenn Menschen ohne soziale Unterstützung versuchen, ihr Verhalten zu verändern. Das führt zu Stress, Frust und einer wachsenden Überforderung im Alltag. Mit Fridge schaffen wir einen Raum, in dem Menschen sich gegenseitig unterstützen und echte Verbindlichkeit entsteht – ein Gegenmodell zur isolierten Selbstoptimierung.»

Innovation und Alleinstellungsmerkmal

«Klassische Habit-Tracking-Apps funktionieren wie digitale To-do-Listen und verlieren ihre Wirkung nach wenigen Wochen. Die meisten Nutzerinnen und Nutzer brechen nach rund drei Wochen ab, weil das eigentliche Problem nicht das Tool ist, sondern die fehlende Konsequenz und soziale Verbindlichkeit. Genau hier setzt unsere Lösung an: Wir machen Habit Building zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis. Menschen arbeiten in kleinen Gruppen an ihren Zielen, teilen Fortschritte offen und motivieren sich gegenseitig. Anstatt Selbstverbesserung allein durchzuführen, entsteht ein soziales Umfeld, das Konsistenz fördert und langfristiges Verhalten ermöglicht.»

Die Fridge-App zeigt den Fortschritt bei täglichen Gewohnheiten innerhalb kleiner Gruppen und macht Ziele sowie Challenges für alle Teilnehmenden sichtbar. Bild: PD

Zielgruppe und Marktpotenzial

«Unsere Zielgruppe sind Menschen, die ihre persönlichen Ziele und Gewohnheiten stärken wollen, bisher aber immer wieder an der Umsetzung gescheitert sind. Im Fokus stehen digitalaffine Personen zwischen 20 und 40 Jahren, die offen für neue Formen der Selbstverbesserung sind und einen Ansatz suchen, der über klassische Habit-Tracking-Apps hinausgeht. Besonders rund um Neujahrsvorsätze steigt das Interesse an Lösungen, die echte Verbindlichkeit, soziale Motivation und längerfristige Unterstützung bieten.

Der relevante Markt liegt im Schnittpunkt dreier dynamisch wachsender Segmente: Habit-Tracking, Wellness-Apps und Social-Media-basierte Consumer-Plattformen. Parallel dazu wächst das Bedürfnis nach persönlicher Weiterentwicklung, während klassische Self-Improvement-Apps zunehmend durch gemeinschaftliche, soziale Formate ergänzt werden. Der Trend zu kleineren, geschlossenen Communities verstärkt diese Entwicklung, weil Menschen digitale Räume suchen, in denen Verbindlichkeit und Nähe entstehen können. In dieser Kombination entsteht ein Marktumfeld, in dem eine soziale Habit-Plattform wie Fridge besonders relevant wird.»

Erfolge und Meilensteine

«Innerhalb von zwei Monaten haben wir eine erste funktionsfähige Version unserer App entwickelt. In der ersten Beta-Phase haben unsere Nutzergruppen innerhalb von 30 Tagen 1000 Gewohnheiten erfolgreich abgeschlossen. Ausserdem konnten wir bereits zu Beginn ein Teammitglied für Social Media an Bord holen, das auf Instagram eine Reichweite von über einer Million Followern mitbringt.»

«In sieben Jahren wollen wir 90 Millionen Nutzerinnen und Nutzer auf der Plattform haben.»

Diego Prado

Co-Founder & CEO von Fridge

Herausforderungen

«Unsere grösste Herausforderung ist die Skalierung: Wir müssen das starke Engagement aus der Beta auf grössere Nutzergruppen übertragen, ohne die Qualität der Community-Erfahrung zu verlieren. Dafür brauchen wir genügend Ressourcen, um Produktentwicklung, Moderation, Wachstum und technische Infrastruktur gleichzeitig auszubauen. Zudem müssen wir die Balance finden zwischen organischem Community-Wachstum und gezielten Marketingmassnahmen, damit Fridge nachhaltig skalieren kann, ohne seinen Kern – echte soziale Verbindlichkeit – zu verwässern.»

Vision und Ausblick

«Mit Fridge wollen wir eine neue Kategorie im Bereich Social Habit Building etablieren. In sieben Jahren wollen wir 90 Millionen Nutzerinnen und Nutzer auf der Plattform haben. Das ist ambitioniert, aber wir halten es für realistisch – wir glauben an das Produkt, das Team und einen Markt, der sich erst herausbildet. Beispiele wie Instagram, das nach rund sieben Jahren die Marke von einer Milliarde aktiver Nutzerinnen und Nutzern überschritt, oder Strava mit heute über 200 Millionen Usern im Bereich Sport, zeigen, dass solche Wachstumskurven möglich sind.»

Partnerschaften

«Wir arbeiten derzeit projektbezogen mit ersten Community-Gruppen und Content-Creators zusammen. In einem nächsten Schritt planen wir Kooperationen mit Unternehmen und Organisationen, die ein Interesse daran haben, gesunde Arbeitskulturen, Produktivität und persönliches Wachstum zu fördern. Diese Partnerschaften helfen uns, Fridge in bestehenden Communities zu verankern, B2B-Pilotprojekte aufzubauen und unsere Lösung in grösseren Gruppenstrukturen zu testen.»

Dieser Artikel behandelt folgende SDGs

Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung, vereinbart von den UN-Mitgliedsstaaten in der Agenda 2030. Sie decken Themen wie Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit, Gesundheit, Bildung, Geschlechtergleichheit, sauberes Wasser, erneuerbare Energie, nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Infrastruktur, Klimaschutz und den Schutz der Ozeane und der Biodiversität ab.

3 - Gesundheit und Wohlergehen

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