«Man spürt, dass echte Gemeinschaft entsteht»
Im Rahmen von Aktionen wie «Samedi du partage» übernimmt Lidl Schweiz Verantwortung für die Gesellschaft.
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Insgesamt 33 Westschweizer Lidl-Filialen beteiligen sich an der Solidaritätsaktion «Samedi du partage». Foto: Lidl Schweiz
Im Rahmen von Aktionen wie «Samedi du partage» übernimmt Lidl Schweiz Verantwortung für die Gesellschaft.
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5 Min. • • Elmar zur Bonsen
In wenigen Tagen, am 28. und 29. November, ist es wieder so weit, dann werden zahlreiche Westschweizer Einkaufszentren und Geschäfte zu Schauplätzen einer ungewöhnlichen Solidaritätsaktion. So wie in den letzten Jahren stehen beim «Samedi du partage», einer Sammelaktion für armutsbetroffene Menschen, zahlreiche Freiwillige vor und in den Läden und bitten Kundinnen und Kunden, ein zusätzliches Produkt in den Einkaufswagen zu legen und es für Bedürftige zu spenden. Eine kleine Geste mit grosser Wirkung. Denn mit den gesammelten Lebensmitteln und anderen Waren des täglichen Bedarfs können soziale Einrichtungen und Suppenküchen in der Region ihre Vorräte auffüllen und so Tausenden bedürftigen Menschen auf ganz direkte Weise helfen. Gefragt sind vor allem Grundnahrungsmittel wie Reis, Öl, Konserven oder Hygieneartikel.
Schülerinnen und Schüler, Familien, Vereine, Rentner und Rentnerinnen sowie Mitarbeitende machen mit, erkennbar an ihren blauen Schürzen und den pinkfarbenen oder grünen Tragetaschen, die längst zum Markenzeichen der Aktion geworden sind. Manche verteilen Flyer, andere stapeln Kisten, wieder andere sagen «Merci» für jedes Päckchen, das den Besitzer wechselt. «Es ist unglaublich, zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, einen Teil ihrer Einkäufe an andere abzugeben, denen es nicht so gut geht», erzählt Amélie Höllmüller, Kommunikations- und Fundraising-Managerin bei Samedi du partage. «Am Ende des Tages stapeln sich die Paletten, und man spürt, dass hier echte Gemeinschaft entsteht.»
Anspruchsvolle Logistik
Den Samedi du partage (auf Deutsch: «Samstag des Teilens») gibt es bereits seit mehreren Jahren. Lidl Schweiz ist seit 2019 in Genf und seit 2023 in der ganzen Westschweiz mit dabei – aus Überzeugung und als Ausdruck nachhaltigen Engagements. In 33 Westschweizer Filialen des Detailhändlers machen die Mitarbeitenden auf die Solidaritätsaktion aufmerksam, und viele Kundinnen und Kunden ziehen spontan mit. Allein im vergangenen Juni sind am Samedi du partage in den beteiligten Lidl-Geschäften insgesamt 18 Tonnen Lebensmittel und Hygieneprodukte gesammelt worden. Die gespendeten Waren werden an den Ausgängen der Filialen abgegeben und von Lidl Schweiz zu Hilfsorganisationen transportiert, wo sie sortiert und anschliessend über die Partnerverbände und Sozialdienste an Menschen in prekären Verhältnissen weiterverteilt werden. Die Sammlung, Lagerung und Verteilung der grossen Warenmengen ist logistisch und kostenmässig durchaus anspruchsvoll. «Auch hier kommt es darauf an, jede Verschwendung zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Hilfe schnell und effizient geleistet wird», so Amélie Höllmüller.
Toni Wolf, Vertriebsleiter bei Lidl Schweiz, erläutert, was sein Unternehmen bei Samedi du partage antreibt: «Als landesweit tätiger Detailhändler und Akteur mit einer Vorbildfunktion möchten wir einen spürbaren Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung und zum Gemeinwohl in der Schweiz leisten, dies auch als lokaler Arbeitgeber. Die Aktion bietet eine tolle Gelegenheit, gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden bedürftige Menschen aus der Region zu unterstützen. Wir sind stolz darauf, Teil dieser Initiative zu sein.»
Der Samedi du partage erinnert laut Amélie Höllmüller daran, dass Solidarität keine abstrakte Idee ist, sondern zum Beispiel schon mit einer Dose Thunfisch oder einem Paket Nudeln beginnt. «Wer mitmacht, trägt dazu bei, dass in zahlreichen westschweizerischen Städten und Gemeinden niemand vergessen wird – und dass aus einem Samstag mehr wird als nur ein Einkaufstag: ein Tag des Teilens. » Angesichts der angespannten wirtschaftlichen und sozialen Lage, die durch steigende Preise und sinkende Kaufkraft gekennzeichnet ist, ruft Höllmüller dazu auf, auch den nächsten Samedi du partage am kommenden Wochenende tatkräftig zu unterstützen – durch ehrenamtliche Mitarbeit und die Bereitschaft zum Spenden.
Für Lidl Schweiz bildet die Beteiligung an der Westschweizer Solidaritätskampagne nur eines von mehreren sozialen Engagements. Das Unternehmen ist gerade auf lokaler und regionaler Ebene als gefragter Förderer zur Stelle: Hiervon profitieren vor allem örtliche Vereine, aber auch Schul- und Ferienlager, die für ihre Aktivitäten Naturalspenden, Gutscheine oder finanziellen Zuschüsse erhalten.
Spenden erhöht
Eine Aktion grösseren Stils ist die Kampagne «A Lidl Help», die der Detailhändler bereits mehrfach in seinen schweizweiten Filialen durchgeführt hat: Kundinnen und Kunden konnten lang haltbare Grundnahrungsmittel an armutsbetroffene Personen spenden. Lidl Schweiz selbst legte auf jeden dieser Artikel das identische Produkt nochmals obendrauf oder ergänzte die Spenden durch entsprechende Geldbeträge. Die Waren wurden jeweils an die gemeinnützigen Organisationen Schweizer Tafel und Tischlein deck dich geliefert. «A Lidl Help» ist bisher fünf Mal durchgeführt worden – mit grossem Erfolg. Kundinnen und Kunden des Detailhändlers spendeten seit 2020 insgesamt mehr als 73 000 Produkte.
Lidl Schweiz arbeitet auch noch an anderer Stelle mit der Schweizer Tafel und Tischlein deck dich zusammen, ebenso auch mit dem Centre Alimentaire de la Région Lausannoise (CA-RL) und weiteren regionalen Akteuren. «Täglich holen diese Organisationen unsere einwandfreien, aber nicht mehr den Kundenbedürfnissen entsprechenden Lebensmittel ab», so Lidl-Vertriebsleiter Wolf.
Tiefkühlgeeignete Produkte mit einem Verbrauchsdatum wie Frischfleisch und Frischfisch werden neuerdings am Tag des Verbrauchsdatums zur Verlängerung der Haltbarkeit auch eingefroren. Die Lebensmittelhilfe-Organisationen holen die Kisten ab und verteilen die gekühlten und tiefgekühlten Produkte an soziale Institutionen oder direkt an armutsbetroffene Personen. Eine Aktion im XXL-Format: «Allein zum Ende des Geschäftsjahrs 2024 konnten mit unseren über 500 Tonnen gespendeten Lebensmitteln rund 1,5 Millionen Mahlzeiten zubereitet werden», berichtet Toni Wolf.
Engagierte Mitarbeitende
Kampagnen dieser Art erfüllen gleich mehrere Zwecke auf einmal: Sie mobilisieren die spendenbereite Kundschaft, schärfen schweizweit das Bewusstsein für Armut und Bedürftigkeit und sorgen für konkrete, unmittelbare Hilfe. Der soziale Einsatz wird bei Lidl Schweiz aber nicht nur in Projekten nach aussen getragen, sondern auch intern gefördert. So hat sich der Detailhändler zum Ziel gesetzt, dass jährlich 10 Prozent der Mitarbeitenden mit einem Pensum von über 40 Prozent sich im Rahmen eines Corporate- Volunteering-Tages engagieren.
Ein Beispiel ist – neben dem Samedi du partage – die Zusammenarbeit mit dem WWF Schweiz, bei der Freiwillige aus dem Unternehmen in bestimmten Naturschutzprojekten mit anpacken, etwa beim Schutz von artenreichen Wiesen. Auf diese Weise werden Umweltund Sozialprojekte personell unterstützt. Gleichzeitig stärken solche Einsätze das Gemeinschaftsgefühl im Unternehmen – und sie sensibilisieren die Mitarbeitenden für Nachhaltigkeitsthemen.
Foto: Lidl Schweiz
Toni Wolf Vertriebsleiter Lidl Schweiz.
Nachhaltig handeln
Soziales Engagement geht für Lidl Schweiz Hand in Hand mit Nachhaltigkeit und Transparenz. Das zeigt sich in mehreren Dimensionen:
Deklaration: Dieser Inhalt wurde vom Sustainable Switzerland Editorial Team im Auftrag von Lidl Schweiz erstellt.
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