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Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz: Ich oder du?
Produktion & Konsum

Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz: Ich oder du?

Die Frage nach der Nachhaltigkeitsverantwortung am Arbeitsplatz ist nicht zuletzt eine Frage des Leaderships: Müssen die Arbeitgeber mit umweltschonendem Verhalten und Geschäftspraktiken vorangehen oder soll die Veränderung von unten einfliessen, durch alltägliche Praktiken der Arbeitnehmer? In einer zunehmend bewussten und umweltorientierten Welt entfacht dieses Thema eine hitzige Debatte über den richtigen Weg zur Förderung nachhaltigen Handelns in der Arbeitswelt.

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Signalwirkung der Wirtschaft

Arbeitgeber stehen in der Pflicht, in Sachen Nachhaltigkeit voranzugehen

Gesellschaftliche Verantwortung. Arbeitgeber haben in der Gesellschaft eine gewichtige Rolle – sie garantieren nicht nur den Lebensunterhalt, sondern beeinflussen durch ihre Marken auch die öffentliche Meinung. Ihr Verhalten hat somit Signalwirkung. Umso grösser ist die Verantwortung von Unternehmen, ihren ökologisch und sozialen Fussabdruck zu minimieren und mit positivem Beispiel voranzugehen.

Effiziente Ressourcennutzung. Auch wenn Arbeitnehmer essentiell sind – die direkten Arbeitsbedingungen, Arbeitsumgebung, den Energieverbrauch und die Nutzung der Ressourcen entlang der Lieferkette gestaltet der Arbeitgeber. Damit Nachhaltigkeit nicht nur in einem Teil des Unternehmens gelebt wird, braucht es hier eine konsequente Planung, auf die der Arbeitnehmer oft keinen Einfluss hat.

Mitarbeitermotivation kommt zuerst. Mitarbeitermotivation ist grundsätzlich ein Kreislauf. Mitarbeiter identifizieren sich eher mit Unternehmen, die sich für nachhaltige Werte und Praktiken einsetzen und diese auch leben. Eine nachhaltige Arbeitsumgebung führt somit zu motivierten Arbeitskräften – welche dann zusätzlich motiviert werden können, die umweltschonenden Praktiken in ihrer eigenen Arbeit voranzutreiben.

Wettbewerbs- und zukunftsfähig. Für die Kundschaft und Investoren wird Nachhaltigkeit länger wie mehr zum Killer-Kriterium. Kommt die Nachhaltigkeit aus der höchsten Geschäftsebene, gibt das Abnehmern und Geldgebern deutliche Zeichen: Wir wollen mehr als Greenwashing. Angesichts Klimawandel stellt sich ein Unternehmen mit einer Nachhaltigkeitsstrategie ausserdem besser auf.

Mit vereinter Kraft von unten

Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn sie der Arbeitnehmer trägt

Individuelle Verantwortung. Auch wenn das Unternehmen viel vorgeben kann – letzten Endes sind alle Angestellten in der Verantwortung, umweltschonende und sozial verträgliche Praktiken am Arbeitsplatz umzusetzen. Regeln von oben sind lediglich die Vorgabe, aber gelebte Nachhaltigkeit kommt von unten – und wird da auch verbreitet, beispielsweise durch persönliche Sensibilisierung.

Gesundheit, Wohlbefinden und glückliche Bienen. Ressourcenschonende Lieferketten und Produktionsmittel sind zwar nett, individuelle Arbeitspraktiken machen jedoch einen Grossteil der am Arbeitsplatz verbrauchten Energie aus. Gesunde Ernährung und umweltfreundliche Arbeitsbedingungen setzen hier an und können das Wohlbefinden der Mitarbeiter langfristig verbessern. Dadurch erhöht sich auch die Motivation, noch stärker auf menschen- und umweltschonende Praktiken zu setzen.

Veränderung von unten. Von der Basis aus initiiert, können sich Arbeitnehmer zusammenschliessen und gemeinsam Veränderungen vorantreiben, die dann wiederum zu einer Kultur der Nachhaltigkeit führen. Denn oft haben sie einen anderen Blick auf Arbeitsabläufe und Knotenpunkte, an denen Ressourcen verschwendet oder falsch eingesetzt werden.

Mitreden, mitentscheiden, die Zukunft gestalten. Wo viele strategische und finanzielle Entscheidungen fern dem Grossteil der Arbeitnehmer fallen, bietet sich ein Mitwirken im Thema Nachhaltigkeit besonders an, um der Belegschaft etwas zurückzugeben. Dadurch erhöht sich die Verbundenheit zum Unternehmen – und hat erst noch positive Auswirkungen auf die Umwelt.

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