Logo image
«Lokal produzierter Strom hilft dem Klima»

Foto: BKW

Klima & Energie Partner Inhalt: BKW

«Lokal produzierter Strom hilft dem Klima»

Bei vielen Hauseigentümern wächst der Wunsch nach Unabhängigkeit vom Stromnetz. Aber auch aus Klimagründen ergibt die lokale Stromversorgung Sinn. Eine frühzeitige Planung lohnt sich zurzeit, da mit längeren Wartezeiten gerechnet werden muss.

3

Teilen
Link kopieren LinkedIn
Hören
Logo image

«Lokal produzierter Strom hilft dem Klima»

Teilen
Link kopieren LinkedIn
Hören

4 Min.  •   • 

Mit dem wachsenden Energiebedarf in der technologisierten Welt nehmen auch die Fragen um eine sichere Stromversorgung zu. Kann das Stromnetz den Verbrauch von heute und morgen decken? Droht eine Mangellage? Diese Fragen stellten sich bereits vor der Ukraine-Krise, aber mit dem Krieg haben die Sorgen noch zugenommen.

Deshalb wächst der Wunsch vieler Hauseigentümerinnen und -eigentümern, sich autark – also unabhängig vom Stromnetz – versorgen zu können, zum Beispiel mit Hilfe einer eigenen Photovoltaik-Anlage und Stromspeicherung. Doch wie unabhängig kann ein Gebäude sein?

Im (eher unwahrscheinlichen) Falle eines Blackouts fällt auch die herkömmliche Solaranlage aus. Grund dafür ist, dass sich der Wechselrichter bei einem Netzausfall ausschaltet. Mit einem Not- oder Ersatzstromsystem wird ein Eigenheim weiterhin mit Strom versorgt. Nach einer kurzen Umschaltpause kann dann auf den eigenen Notstrom oder Ersatzstrom zurückgegriffen werden. Voraussetzung hierfür ist aber eine eigene Photovoltaik-Anlage mit einem Batteriespeicher. Nur so ist die zeitweise vollkommen unabhängige Selbstversorgung möglich. Dies aber natürlich nur so lange, wie die Sonne draussen genügend scheint und die Batterie ausreicht. In der Schweiz ist deswegen ein autarkes Leben gerade in den Wintermonaten unrealistisch.

Hohe Eigenversorgung hilft der Umwelt

Trotzdem spricht nichts gegen eine hohe Selbstversorgung, vor allem auch im Hinblick auf den Klimaschutz. Je mehr Strom lokal produziert und verbraucht wird, desto weniger geht dies zu Lasten der Umwelt und desto weniger muss das Netz ausgebaut werden. Den Wunsch nach einer hohen Selbstversorgung hat sich deshalb auch Frieso Aeschbacher erfüllt. Mit Hilfe von Solarmodulen und einer Speicheranlage lebt er während den sonnigen Monaten zu nahezu neunzig Prozent vom eigenen Strom. Sein Zuhause ist ausserdem ein «Smart Home». «Durch die intelligenten Gebäudeautomationen wird unser Stromverbrauch bestmöglich gesteuert, wodurch wir das Optimum aus unserem unabhängigen Versorgungssystem herausholen können», sagt Aeschbacher. Jedes intelligente System spart einige Prozente Strom, was sich in der Summe zu einem nennenswerten Mehrwert entwickelt.

Foto: PD

«Es ist ein Zeichen für eine perfekt dimensionierte Anlage», sagt Eike Johann, Leiter von Home Energy. Die Abstimmung der Verbrauchsgeräte auf die stromliefernde PV-Anlage spiele eine wichtige Rolle, betont der Leiter Home Energy der BKW. Dafür sorgt nicht zuletzt eine intelligente Steuerung der Stromverbraucher.

Frühzeitig planen

Johann rät zur frühzeitigen Planung, nicht zuletzt wegen aktuell sehr hohen Kundennachfrage. Für die Auslegung werden Verbrauchs- und Produktionsprofile simuliert und aufeinander abgestimmt, um die passende Grösse der zu installierenden Anlage zu bestimmen. «Wer den Stromspeicher direkt mitinstallieren möchte, orientiert sich als Faustregel am Verhältnis 1:1 zwischen der Kapazität des Speichers, gemessen in Kilowattstunden (kWh), zur maximalen Leistung der Produktionsanlage (kWpeak)», sagt er. Die ideale Speichergrösse kann nach einem Jahr Betrieb, basierend auf den erhobenen Produktions- und Verbrauchsdaten, bestimmt werden.

Eigenheimbesitzende müssten indessen realistisch sein, so Johann. Je nach Verbrauch und Wetter decke ein Speicher heute den Bedarf von ein bis zwei Tagen Strom. Für eine längere Stromspeicherung, zum Beispiel vom Sommer in den Winter, existieren zwar Lösungen – etwa Systeme, die mit überschüssigem Strom lokal Wasserstoff erzeugen – doch diese Systeme sind noch sehr teuer und die Umsetzung aufwändig.

«Lokale Stromgewinnung sollte das Ziel sein»

Auch muss Eike Johann den Wunsch nach einer schnellen Umsetzung dämpfen. «Die Nachfrage nach Speichermöglichkeiten und Solaranlagen hat nochmals kräftig angezogen», sagt er. Dies führe zu Lieferengpässen beim Material. Zudem seien die Kapazitäten im Hinblick auf Beratung und Installation komplett ausgelastet. Die Kundschaft muss daher zurzeit leider von der Anfrage bis zur Umsetzung bis zu zehn Monate auf die eigene lokale Stromgewinnung warten.

Umso mehr lohne es sich, ein Selbstversorgungsprojekt schon jetzt zu planen. «Gebäude mit dezentralen Energiesystemen, sprich: lokaler Energiegewinnung und Energieverbrauch, sind ein wesentlicher Baustein beim Klimaschutzes und müssen das langfristige Ziel sein», betont Johann. Umso besser, wenn dies auch die eigene Stromsicherheit erhöht.

Für eine energieeffiziente Zukunft

Die BKW hat grosse Visionen – und diese setzt sie auch um. Innovative Energie- und Gebäudelösungen verbindet das Unternehmen mit modernen Infrastrukturen, damit sich auch die Kinder auf morgen freuen können.

Deklaration: Dieser Inhalt wurde von BKW im Rahmen der Partnerschaft mit Sustainable Switzerland selbst erstellt.

Dieser Artikel erscheint unter

Werbung

Beliebte Artikel

Empfohlene Artikel für Sie

Solarpanel
Energie

Stotternde Förderung für grosse Solaranlagen

Mit selbst produziertem Solarstrom durch die Energiekrise
Klimawandel

Mit selbst produziertem Solarstrom durch die Energiekrise

Fotos: BKW
Energie

Wie KMU mit Solarenergie durchstarten

Ähnliche Artikel

Der Solar-Boom bringt das Stromnetz an den Anschlag
Energie

Der Solar-Boom bringt das Stromnetz an den Anschlag

Solarpanel in den Alpen
Energie

Solarstrom vom Dach oder aus den Alpen ist sündhaft teuer – sogar neue Kernkraftwerke schneiden besser ab

Foto: ABB
Energie

Pionierleistung in den Walliser Alpen