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Klima & Energie Wirtschaft

Zeichen am WEF setzen: Greenpeace hinterlässt Spuren im Schnee

Greenpeace-Aktivist:innen protestieren gegen Klimakrise, Artensterben und soziale Ungleichheit. Zusammen mit dem britischen Schneekünstler Simon Beck haben sie ihre Forderung «Life over Growth!» auf der Hochebene Dreibündenstein zwischen Chur und Feldis spektakulär in ein Schneebild gestampft, grösser als zwei Fussballfelder.

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In Davos findet das 54. Weltwirtschaftsforum (WEF) statt. Greenpeace-Aktivist:innen haben zusammen mit dem britischen Schneekünstler Simon Beck auf der Bündner Hochebene Dreibündenstein auf über 2000 Meter ü.M. ein spektakuläres Bild, grösser als zwei Fussballfelder, in den Schnee gestampft. Ihre Forderung: «Life over Growth!». «Leben ist wichtiger als Wachstum!».

Greenpeace protestiert mit dem spektakulären Schneebild gegen den Wachstumszwang, der den Planeten an den Rand des Kollapses gebracht hat, schreibt Greenpeace in ihrer Medienmitteilung.

Kein endloses Wachstum auf endlichem Planeten

Die industrialisierte Welt ist abhängig von der Ausbeutung der Natur und endlosem Wirtschaftswachstum. Doch auf einem endlichen Planeten gibt es kein endloses Wachstum. Die Welt erkrankt am Wachstumszwang. Das zeigt eine Greenpeace-Studie aus dem vergangenen Jahr.

Schneekünstler Simon Beck sagt: «Ich sehe und erlebe bei meiner Arbeit in den Bergen so viele schöne Dinge. Das alles ist in Gefahr. Deshalb habe ich mich mit Greenpeace-Aktivist:innen zusammengetan. Wir müssen fördern, was wirklich wichtig ist: eine Wirtschaft und Gesellschaft, die dem Leben dienen und nicht sich selbst.»

«Politik und Wirtschaft haben unsere Volkswirtschaften erst seit den 1950er-Jahren auf Wachstumsabhängigkeit getrimmt», sagt Agnes Jezler von Greenpeace Schweiz. Und: «Wachstum ist ineffizient: Man will uns für einen Singlehaushalt fünf Waschmaschinen verkaufen, statt eine Waschmaschine für fünf Singlehaushalte.»

«Grünes Wachstum» als Illusion

Politiker:innen und CEOs machen sich am WEF in Davos für «grünes Wachstum» stark. Sie wollen «Wachstum und Jobs für eine neue Ära» und hoffen auf technische Lösungen, die Wirtschaftswachstum und Umweltbelastungen entkoppeln. Doch Studien zeigen, dass eine solche Entkopplung bisher nicht nachweisbar ist, so Greenpeace.

Agnes Jezler: «Der Wachstumszwang unserer Wirtschaftspolitik treibt Sozial- und Umweltkrisen an. In reichen Ländern wie der Schweiz ist Wirtschaftswachstum Teil des Problems, nicht Teil der Lösung. Greenpeace fordert eine Politik, die unsere Lebensfähigkeit stärkt, statt sie zu gefährden.»

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