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Bild: EBU

Klima & Energie

Wie nachhaltig ist der ESC?

Die Schweiz wird Gastgeber des Eurovision Song Contests 2025. Damit rückt auch die Frage nach der ökologischen Verträglichkeit des Grossevents in den Fokus.

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Nachdem Triumph von Nemo beim Eurovision Song Contest in Malmö, wird der musikalische Wettbewerb 2025 in der Schweiz stattfinden. Der ESC ist eine der grössten Musikveranstaltungen der Welt. Jedes Jahr zieht er Tausende Fans an. Doch in den letzten Jahren wurde zunehmend die Frage nach der Nachhaltigkeit der Veranstaltung aufgeworfen.

Die Ausrichtung des ESC ist eine logistische Herausforderung von enormem Ausmass. Angefangen bei der Anreise von Teilnehmenden und Zuschauern, bis hin zum Betrieb der Bühnenshow und der Verpflegung vor Ort, erfordert der Wettbewerb eine grosse Menge an Energie und Materialien, was zu einem erheblichen ökologischen Fussabdruck führt.

Nachhaltigkeitsexperten berechneten die CO2-Emissionen im Vorfeld der Grossveranstaltung im Jahr 2023 auf etwa 65 000 Tonnen. Dies entspricht dem Verbrauch von rund 250 0000 Doppeldeckerbussen.

ESC 2024 als nachhaltiger Event zertifiziert

Angesichts dieser Herausforderungen unternimmt die Eurovision-Organisatorin EBU Schritte, um den Wettbewerb nachhaltiger zu gestalten. So beteiligt sich die EBU an der Initiative «Today2050», die darauf abzielt, die CO2-Emissionen des ESC auf null zu reduzieren. 2021 spannte die EBU mit WWF zusammen.

@wwf Be a #VoiceForThePlanet for #Eurovision 2021 *Link in bio* #ESC2021 @eurovision @arminvanbuuren ♬ original sound - WWF

Die Organisatoren in Malmö gingen aber noch einen Schritt weiter: Die Stadt ergriff zahlreiche Massnahmen, sodass der ESC 2024 als nachhaltiger Event zertifiziert wurde. Die Organisatoren mussten dafür 148 Anforderungen in den drei Bereichen organisatorische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit erfüllen:

  • 70 % der Elemente des Designs des ESC 2024 waren geliehen, gemietet, secondhand, wiederverwendet, stammten von Sharing-Services oder Ähnlichem.
  • 90 % aller Dekorationen, einschliesslich aller Banner und Schilder, sollen nach dem Ende des Eurovision Song Contest wiederverwendet oder umfunktioniert werden.
  • 100 % der von der Stadt Malmö servierten Mahlzeiten waren vegetarisch und aus regionaler Produktion.
  • 50 % aller Zutaten, die von der Stadt Malmö für Mahlzeiten während der Ausrichtung des ESC gekauft wurden, waren biologisch angebaut worden.
  • 100 % aller Freiwilligen, Künstler und Mitarbeiter, die am ESC gearbeitet haben, erhielten kostenlosen Zugang zu emissionsfreien Transportmöglichkeiten in Malmö.

Ist der ESC noch zeitgemäss?

Trotz dieser Bemühungen bleibt der ESC nicht frei von Kritik. Umweltschützer kritisieren die hohen CO2-Emissionen, die jährlich durch die Anreise der Teilnehmenden und Fans entstehen und fordern grössere Anstrengungen der Organisatoren zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs. Ebenso wird die Frage aufgeworfen, ob der ESC mit seinem internationalen Format, das zwangsläufig zu einer erhöhten Reisetätigkeit führt, heute noch zeitgemäss ist.

Welche Bemühungen die Schweiz trifft, um den ESC 2025 nachhaltiger zu gestalten, bleibt abzuwarten.

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