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Hilfe für krisenbelastete Kinder und Jugendliche

Unterstützen kann man Pro Juventute auch als Privatperson, unter anderem durch die UBS Optimus Foundation. Seit 20 Jahren können sich Kundinnen und Kunden dadurch sozial engagieren. Foto: Pro Juventute

Gesellschaft Partner Inhalt: UBS

Hilfe für krisenbelastete Kinder und Jugendliche

Die Stiftung Pro Juventute leistet gerade Extraschichten. Sie setzt sich für junge Menschen ein, die auf die aktuellen Krisen in der Welt stark mit Angst reagieren. Unterstützung erfährt Pro Juventute auch von der gemeinnützigen UBS Optimus Foundation.

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Ein Philanthrop ist ein Mensch, der anderen etwas Gutes tut, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Und aktuell braucht es viele solcher Unterstützer. Zu denen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind, gehören derzeit auch viele Kinder und Jugendliche. Zuerst war es die Pandemie, die ihnen Angst und Sorgen bereitet hat, dann der Angriffskrieg gegen die Ukraine und weiterhin sorgt auch die Klimakrise für psychischen Stress. «Was wir gerade erleben, ist eine Multikrise, die Kinder und Jugendliche besonders belastet», sagt Lulzana Musliu, Leiterin Politik & Medien bei Pro Juventute. Kinder und junge Erwachsene werden von diesen Krisen in einer vulnerablen Phase ihres Lebens getroffen.

Jeden Tag unterstützt Pro Juventute sieben bis acht Jugendliche, die Suizidgedanken haben. Diesen jungen Erwachsenen wird professionelle psychologische Hilfe geboten. Diese hohen Fallzahlen haben sich im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie verdoppelt. «Wir müssen immer mehr Kriseninterventionen auslösen», sagt Musliu. Bis Ende September 2022 gab es insgesamt 118 Fälle, in denen die Expertinnen und Experten von einer akuten Selbstgefährdung ausgingen und daher Sanität oder Polizei aufbieten mussten. Im Corona-Jahr 2020 waren es insgesamt 96 Fälle, 2019 zählte man deren 57.

Das Erwachsenwerden stellt viele Jugendliche ohnehin schon vor körperliche und psychische Herausforderungen. Dann stellen sich in dieser Zeit auch verschiedene Weichen, wie etwa die Berufswahl oder der definitive Wegzug von daheim. Dies kann für gewisse Jugendliche sehr belastend sein. Krisen lösen bei Jung und Alt Unsicherheiten aus. «Kinder und Jugendliche haben in ihrem Leben aber noch nicht gleich gute Bewältigungsstrategien für solche Krisensituationen entwickeln können», erklärt die Mediensprecherin von Pro Juventute. Und aktuell löst eine Krise die nächste ab. «Umso wichtiger ist es, dass wir nun für Kinder und Jugendliche da sind und Hilfsangebote wie das Beratungsangebot 147 von Pro Juventute bereithalten.»

Aktuell nehmen auch die Beratung betreffend Angst stark zu. Viele Jugendliche berichten der Kinderwohl-Stiftung von ihren persönlichen Zukunftsängsten. Offenbar denken viele junge Menschen, dass sie ihren Platz in der Welt nicht finden werden. Pro Juventute registriert im Moment 30 Prozent mehr solche Beratungen im Vergleich zum Vorjahr. Diese und weitere Ängste führen immer öfter zu depressiven Stimmungen, zu einem selbstverletzenden Verhalten oder zu Suizidgedanken.

Durch die angespannte Situation bei den Kindern und Jugendlichen schieben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung zurzeit Extraschichten, um den hohen Bedarf zu decken.

Unterstützung für ukrainische Flüchtlinge

Pro Juventute wird als Stiftung vorwiegend durch private Spenden und Zuwendungen von Unternehmen finanziert. Ein langjähriger Partner von Pro Juventute ist UBS. «Nach Kriegsausbruch in der Ukraine hat UBS uns schnell Hilfe angeboten und unterstützt uns neben weiteren Partnern bei unserem Angebot für ukrainische Schutzsuchende», erklärt die Mediensprecherin der Hilfsorganisation, Lulzana Musliu. «Wir sind sehr dankbar, dass wir dank der Spenden von UBS und anderen ein professionelles Angebot mit ukrainischen Psychologinnen aufbauen konnten.»

Eine traumatische Flucht, der zurückgelassene Vater und ein total neues Umfeld mit einer fremden Sprache sorgen dafür, dass der Bedarf an psychologischer Beratung bei Kindern und Jugendlichen aus dem Kriegsgebiet in der Schweiz aktuell sehr gross ist.

Dieses Jahr sind schon über 10 000 Kinder aus der Ukraine und anderen Konfliktgebieten in die Schweiz gekommen. Seit diesem Sommer bietet Pro Juventute ihr Unterstützungsangebot deshalb auch auf Ukrainisch und Russisch an. Dieses neue niederschwellige Beratungsangebot steht ukrainischen Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern, die in die Schweiz geflüchtet sind, zur Verfügung. Psychologinnen und Psychologen, welche die Sprache der Geflüchteten sprechen, beraten die Kinder und jungen Erwachsenen und helfen ihnen aus ihrer Notlage. Sicherheit und Geborgenheit sind für die Entwicklung und die psychische Gesundheit junger Menschen ganz entscheidend.

UBS unterstützt Pro Juventute finanziell, aber auch mithilfe der eigenen Mitarbeitenden. Diese werden in der Stiftung als freiwillige Helferinnen und Helfer für Bewerbungstrainings von Jugendlichen in der Lehrstellensuche eingesetzt.

Zusammen für das Gemeinwohl spenden

Unterstützen kann man Pro Juventute auch als Privatperson. Mit der UBS Optimus Foundation betreibt die Schweizer Bank seit über 20 Jahren eine gemeinnützige Plattform, auf der sich ihre Kundinnen und Kunden engagieren können. Die UBS-Kundschaft erhält dort Zugang zu verschiedenen Projekten, die Kindern und Jugendlichen zugutekommen. Der Fokus liegt meistens auf den Bereichen Bildung, Gesundheit und Kinderschutz. International können auch Umweltprojekte begünstigt werden.

Die Kundinnen und Kunden der grössten Schweizer Bank erhalten bei der UBS Optimus Foundation umfassende Beratung sowie das Know-how, das es bei der Auswahl von wirkungsvollen Hilfsprojekten braucht. Lange wurden solche Plattformen primär als Dienstleistung fürs einfache Spenden verstanden. Der Philanthropie-Bereich hat sich in den letzten Jahren aber deutlich weiterentwickelt.

«Unsere Kundinnen und Kunden wollen sich vermehrt zusammen mit anderen engagieren und strategisch spenden, basierend auf den Input von Fachleuten, damit ihr Engagement auch etwas bewirkt», erklärt Maya Ziswiler, CEO der UBS Optimus Foundation. Entsprechend vernetzt UBS sie miteinander und bringt gleichzeitig die Expertise und Erfahrung der Stiftung mit ein. «Das Netzwerk, auf das wir nach über 20-jähriger Tätigkeit zurückgreifen, ist sehr gross», führt Ziswiler aus. Diese breit abgestützten Engagements sind oft effizienter, als wenn Menschen, die sich engagieren wollen, selber bei null anfangen müssen.

Die Grossbank trägt alle Verwaltungskosten ihrer Stiftung selbst. Deshalb kommen sämtliche Spenden vollumfänglich den Organisationen zugute, die von der UBS Optimus Foundation unterstützt werden. Ausserdem engagiert sich UBS bei ausgewählten Projekten auch selbst.

Spendenkampagne 2022

Die Pro Juventute unterstützt Kinder und junge Erwachsene mit ihren Eltern schon seit über 100 Jahren. Heute wie damals werden die Heranwachsenden auf ihrem Weg zu selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten unterstützt. Seit 23 Jahren gibt es das Beratungsangebot 147 der Pro Juventute. Dabei können sich Kinder und Jugendliche mit ihren Ängsten und Sorgen vertraulich an die Fachleute der Pro Juventute wenden. Dies jeden Tag in der Woche während 24 Stunden. Das Gratis-Hilfsangebot richtet sich vor allem an Kinder und junge Erwachsene bis 25 Jahre, die sich in schweren persönlichen Krisen und Notfällen befinden. Sie erreichen die Fachleute über das Sorgentelefon 147, über die Website 147.ch via Chat, per Whatsapp, SMS oder Mail.

Deklaration: Dieser Inhalt wurde vom Sustainable Switzerland Editorial Team im Auftrag von UBS erstellt.

Dieser Artikel behandelt folgende SDGs

Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung, vereinbart von den UN-Mitgliedsstaaten in der Agenda 2030. Sie decken Themen wie Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit, Gesundheit, Bildung, Geschlechtergleichheit, sauberes Wasser, erneuerbare Energie, nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Infrastruktur, Klimaschutz und den Schutz der Ozeane und der Biodiversität ab.

10 - Weniger Ungleichheiten

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