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Investieren in die Transition zu mehr Nachhaltigkeit – worauf es ankommt

Um Klimainvestitionen aktiv voranzutreiben und Veränderungen in Unternehmen zu unterstützen, lohnt es sich als Investor zukunftsgerichtete Kennzahlen zu berücksichtigen.

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Investieren in die Transition zu mehr Nachhaltigkeit – worauf es ankommt

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Derzeit wird der Grossteil des Klimakapitals in ausschlussbasierte und emissionsarme Strategien investiert, wodurch Investitionen in die grössten Emittenten verhindert werden. Es gibt stichhaltige Argumente dafür, weshalb nicht in Unternehmen mit zahlreichen Herausforderungen bei der Transformation und gestrandeten Vermögenswerten investiert werden sollte. Doch muss unbedingt erkannt werden, welches Potenzial darin besteht, durch aktives Investieren in Unternehmen mit hohen Emissionen und die Zusammenarbeit, mit ihnen einen Unterschied zu machen.

Bill Gates’ Aufschlüsselung des weltweiten CO₂-Fussabdrucks in verschiedene Kategorien macht deutlich, dass die Branchen, die hauptsächlich für die Schädigung des Klimas verantwortlich sind, zugleich sicherstellen, dass die Gesellschaft funktioniert.

Tabelle: UBS

«Wie wir die Klimakatastrophe verhindern», 2021, Bill Gates

Wir können versuchen, mit weniger mehr zu machen, aber ganz einstellen können wir diese Tätigkeiten nicht. Sie werden weiterhin eine entscheidende Rolle in unserem Leben und für unsere Wirtschaft spielen. Deshalb ist es für Investorinnen und Investoren, die etwas bewirken wollen, sinnvoll, Unternehmen dieser Branchen nicht auszuschliessen, sondern sie dabei zu unterstützen, ihre Dekarbonisierung voranzutreiben.

Zudem gilt häufig: Je grösser das Risiko, desto höher die potenzielle Rendite. Unternehmen, die sich erfolgreich transformieren, werden aller Voraussicht nach attraktive Anlageerträge liefern. In vielerlei Hinsicht ähnelt dies den traditionellen Turnaround-Investitionen. Dies ist ein Bereich, in dem Investitions-Thesis und Impact-Thesis eng verflochten sein müssen.

Messen, was zählt: die Veränderung

Engagement statt Desinvestition ist nichts Neues, und trotzdem sind Anlagestrategien, die diesen Ansatz in vollem Umfang berücksichtigen, noch recht selten. Ein Grund dafür sind die Emissionskennzahlen, welche in der Finanzbranche verwendet werden. Die zurzeit gängigste Kennzahl ist die gewichtete durchschnittliche CO₂-Intensität (Weighted Average Carbon Intensity, WACI), die die Exponierung eines Anlageportfolios im Hinblick auf die aktuelle Emissionsintensität des investierten Unternehmens erfasst. Die WACI-Kennzahl hält Anlegerinnen und Anleger oftmals davon ab, Investitionen in Unternehmen mit hohen Emissionen zu tätigen, unabhängig von der Bedeutung dieser Unternehmen für die Gesellschaft.

Der Fokus auf WACI, in Kombination mit der Komplexität der Messung von Nachhaltigkeitsergebnissen und -auswirkungen, hat zu einer Fehlausrichtung der Kennzahlen geführt, die den Fortschritt des Transition Investing behindert. Unternehmen mit hohen Emissionen schneiden gemäss diesen Kennzahlen möglicherweise am schlechtesten ab, bieten jedoch auch die grössten Chancen für Veränderungen. Transition Investing erfordert eine neue Einstellung und einen Wechsel hin zu einer Messung der Veränderungsrate, was die Emissionen in der Realwirtschaft betrifft. Details dazu finden sich in einem kürzlich veröffentlichten White Paper des UBS Sustainability and Impact Institute.

Grafik: UBS

«The green inflection point», UBS Sustainability & Impact Institute, 2022

Investitionen in «Greenness» oder «Greening»

Kennzahlen, die Veränderung messen

Wenn wir den Bereich der Klimainvestitionen überdenken und neu gestalten, können wir den Weg ebnen für neue Investoren, die aktiv zur Bewältigung der Klimakrise beitragen. Transition Investing macht es erforderlich, Erfolg zu messen, Investoren für Finanz- und Nachhaltigkeitsergebnisse verantwortlich zu machen und einen differenzierteren und progressiveren Ansatz umzusetzen.

Fazit

Die Klimakrise kann nicht mit Desinvestition, sondern nur durch das Unterstützen von Unternehmen bewältigt werden, die einer Veränderung bedürfen. Ebenso muss ein Wandel in der Denkweise und bei den Kennzahlen stattfinden, die von nachhaltigkeitsorientierten Anlegern herangezogen werden. Ausserdem entstehen aus Veränderungen auch Chancen, auch in Branchen mit hohen Emissionen. Die Unterstützung der investierten Unternehmen bei ihrer Transformation entspricht deshalb der treuhänderischen Verantwortung von Investorinnen und Investoren, finanzielle Erträge zu liefern.

Es ist ausserdem entscheidend, die Emissionskennzahlen und die gewünschten Ergebnisse einheitlich auszurichten. Wir benötigen Kennzahlen, die Investoren für ihre Fähigkeit, Veränderungen in der Realwirtschaft zu unterstützen und voranzutreiben, zur Verantwortung ziehen.

Deklaration: Dieser Inhalt wurde von UBS im Rahmen der Partnerschaft mit Sustainable Switzerland selbst erstellt.

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