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Foto: ABB

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Model(l) für Energieeffizienz

Die Model AG hat eine Papiermaschine in Weinfelden mit 36 energieeffizienten Motoren von ABB inklusive Frequenzumrichtern erneuert. Damit sinkt der Energieverbrauch um bis zu 890‘000 Kilowattstunden jährlich.

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Eine Maschine zur Herstellung von Papier ist eine riesige Anlage. Fast 80 Meter lang, angetrieben von Dutzenden Elektromotoren, 24 Stunden in Betrieb, sieben Tage die Woche.

Die Model AG betreibt gleich zwei dieser mächtigen Maschinen am Hauptstandort Weinfelden. Sie produzieren Papier für die Wellkartonfertigung, die ebenfalls auf dem Fabrikgelände angesiedelt ist.

Die Produktion von Papier ist energieaufwändig. Nebst der elektrischen Energie für den Antrieb der Maschinen wird dafür auch viel Prozesswärme benötigt. «Die beziehen wir als Dampf über eine gut drei Kilometer lange Leitung von der Kehrichtverwertungsanlage Weinfelden», erklärt Philipp Lenhard, technischer Leiter der Papierfabrik. «Würden wir diese Wärme selbst erzeugen, müssten wir rund 20 Millionen Liter Heizöl jährlich verfeuern.»

Nachhaltigkeit liegt gewissermassen in der DNA der Model AG, bilden doch rezyklierte Fasern aus der Papier- und Kartonsammlung grossmehrheitlich das Ausgangsmaterial für ihre Produkte. In Weinfelden dient ausschliesslich rezyklierter Karton als Ausgangsmaterial, der zuerst in mehreren Prozessschritten von Fremdmaterial gereinigt wird.

«Recycling und energieeffiziente Produktion haben für uns höchste Priorität – aus ökologischer wie auch und ökonomischer Sicht», so Lenhard. Diese Priorität galt auch bei der Erneuerung der Antriebssysteme für die Papiermaschine zwei in Weinfelden. Die dort installierten Frequenzumrichter und Motoren gingen allmählich dem Ende ihrer technischen Lebenserwartung entgegen. «Bei der Planung des Retrofits war uns klar, dass die Energieeffizienz ein wichtiges Element bei der Auswahl des Anbieters ist», so Lenhard.

Diese Planung hat enge Zeitfenster zu berücksichtigen. Grundsätzlich läuft die Maschine nonstop. Länger still steht sie lediglich sechs Tage im Sommer. In der Zeit müssen die neuen Systeme vor Ort bereitstehen, eingebaut und in Betrieb genommen werden.

In einem ersten Schritt wurden die Frequenzumrichter – welche die Drehzahl von Elektromotoren regulieren, damit sie möglichst energieeffizient arbeiten – im Sommer 2019 ausgetauscht. Die Wahl fiel auf ABB-Multidrives; Frequenzumrichter, die gleichzeitig mehrere Motoren antreiben können. Im Sommer 2020 stand dann der Austausch der Elektromotoren an; insgesamt 36 Stück der Leistungsklasse zwischen 22 bis 400 Kilowatt. Auch für den Ersatz der Motoren kamen energieeffiziente ABB-Lösungen zum Zug.

«Das Angebot von ABB hat uns überzeugt, auch technisch. Und wir schätzten schon in der Vergangenheit die gute Unterstützung, die wir von den ABB-Experten erhielten, von der Konfiguration bis zur Inbetriebsetzung», erklärt Lenhard die Wahl des Lieferanten.

Die Corona-Pandemie brachte in der Planung für den Motoren-Retrofit 2020 neue Herausforderungen, die aber gut gemeistert werden konnten. «Wir haben uns über Team-Meetings ausgetauscht. Via Tracking konnten wir auch nachvollziehen, wo sich die Motoren auf ihrem Lieferweg befinden. Für uns war es von grösster Bedeutung, dass all die Motoren rechtzeitig hier sind, sonst hätten wir ein Jahr verloren.»

Lieferung wie auch Inbetriebsetzung funktionierten wie geplant. So konnte die Papiermaschine zwei im August 2020 wieder anlaufen – leiser und sparsamer als zuvor. «Nach unseren Berechnungen sparen wir mit den energieeffizienten Motoren und Umrichtern sowie mechanischen Anpassungen im Jahr bis zu 894‘000 Kilowattstunden ein.»

So läuft heute die 2,5 Meter breite Papierbahn mit 820 Metern pro Minute durch die Papiermaschine zwei. Ausgelegt sind die Antriebslösungen nun gar auf eine Geschwindigkeit von einem Kilometer pro Minute, die mit weiteren Umbauten der Papiermaschine künftig realisiert werden kann.

Deklaration: Dieser Inhalt wurde von ABB im Rahmen der Partnerschaft mit Sustainable Switzerland selbst erstellt.

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