Wochenfokus - Editorial Team

Ist es möglich, ohne Energieverschwendung zu geschäften?

Ja, sagt der Bund in seiner aktuellen Kampagne und gibt Unternehmen konkrete Tipps, wie sie Strom sparen und ihre diesbezüglichen Kosten um bis zu 15 Prozent senken können.

textBild: Bundesamt für Energie (BFE)

12. September 2022

Nicht nur in Haushalten, sondern auch in jedem Unternehmen schlummert Energiesparpotenzial, das je nach Branche unterschiedlich hoch ausfällt. Entsprechend rät das Bundesamt für Energie (BFE): «Unterziehen Sie Ihre Firma einer fachmännischen Betriebsoptimierung und sparen Sie mit einfachen Massnahmen schon 10 bis 15 Prozent an Energiekosten ein.»

«Energie ist knapp. Verschwenden wir sie nicht.»

So lautet die Hauptbotschaft der landesweiten Kampagne, die bis April 2023 laufen soll. Die Sparempfehlungen richten sich an die Bevölkerung und an die Wirtschaft. Sie zeigen, wie man ganz einfach Energie (Gas, Heizöl, Strom und andere Energieträger) sparen kann, ob Zuhause oder am Arbeitsplatz: Durch Absenken der Heiztemperatur, durch weniger Warmwasserverbrauch, durch das Abschalten von elektrischen Geräten oder der Beleuchtung, wenn man sie nicht braucht, oder durch energiesparendes Kochen und Backen – jedenfalls in den eigenen vier Wänden. Und in den Betrieben?

Fünf Top-Tipps des Bundes an die Unternehmen

  1. Radiatoren entlüften: Entlüften Sie im Herbst die Radiatoren, wenn sie blubbern, gluckern oder pfeifen und nur teilweise warm werden. Unabhängig davon sollten Radiatoren alle drei Jahre entlüftet werden. Die Heizung arbeitet dadurch wieder effizient und verbraucht weniger Energie.

  2. Betriebszeiten anpassen: Abgestandene Luft in den Räumlichkeiten ist Anzeichen einer nicht optimal eingestellten Lüftung. Passen Sie die Betriebszeiten der effektiven Raumnutzung an und reduzieren Sie die Leistung zu ungenutzten Zeiten oder schalten Sie die Lüftung gleich ganz aus. Schalten Sie die Lüftung täglich von 20 Uhr bis 6 Uhr aus, sinkt deren Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent.

  3. Kühl- und Tiefkühlmöbel schliessen: Ausserhalb der Öffnungszeiten sollten Kühlmöbel konsequent geschlossen werden. Dafür eignen sich Nachtrollos, Abdeckungen oder Glastüren. So bleibt die Kälte in den Möbeln und Sie vermeiden unerwünschte Temperaturschwankungen. Stellen Sie sicher, dass alle Kühl- und Tiefkühlmöbel wie Vitrinen, Regale, Stolper- respektive Aktionstruhen ausserhalb der Öffnungszeiten (in der Nacht, am Wochenende) geschlossen sind.

  4. Lecks im Druckluftnetz beseitigen: Auch in einem regelmässig gewarteten Druckluftnetz gehen oft 25 bis 60 Prozent der Luft über Leckagen verloren. Überprüfen Sie das Druckluft-Leitungssystem jährlich auf Leckagen, kennzeichnen Sie die Stellen und dichten Sie alle ab.

  5. Leuchtstoff-Lampen ersetzen: Der Unterhalt einer älteren Beleuchtung mit Leuchtstoff-Lampen (Fluoreszenz- oder FL-Lampen) ist wartungsintensiv. Prüfen Sie in Räumen mit langen Nutzungszeiten, ob sich kurzfristig ein Ersatz der FL-Lampen durch LED-Tubes lohnt. Planen Sie langfristig am besten mit einer neuen, energiesparenden Beleuchtungsanlage.

Material für Mitarbeitende zum Herunterladen

Auf der Kampagnen-Website nicht-verschwenden.ch erfahren Interessierte noch mehr darüber, wie und wo sich am meisten Energie und Kosten sparen lassen. Dies ist natürlich nicht nur in der aktuellen Situation, sondern auch ganz grundsätzlich sehr nützlich.

Zum einen gibt es online ein Kit für Unternehmen mit Material für die interne Kommunikation. Zum anderen können Betriebe die Broschüre «Energiekosten einfach selber reduzieren» mit weiteren nützlichen Informationen herunterladen – um möglichst ohne Energieverschwendung zu geschäften.

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