Was unterscheidet Ihre Lösung von bestehenden Angeboten?
«Bestehende Angebote sind oft auf manuelle Messungen ausgelegt, die einen kurzfristigen Einblick geben, aber keine nachhaltige Veränderung ermöglichen. Kitro hingegen setzt auf eine vollautomatisierte, kontinuierliche Erfassung. So erhalten unsere Kunden objektive, datenbasierte Auswertungen, ohne dass im Küchenalltag zusätzlicher Aufwand für die Datenerhebung entsteht.»
Für die Messung wird in Grossküchen eine Waage mit Kamera installiert. Alles, was im Abfall landet, wird automatisch gewogen und fotografiert. Künstliche Intelligenz erkennt, um welche Lebensmittel es sich handelt, und ordnet die Abfälle Kategorien und Zeitpunkten zu. Die ersten vier Wochen dienen als Referenzperiode. Anschliessend erhalten die Kunden Zugang zu einem Online-Dashboard, das detailliert aufschlüsselt, was in welchen Mengen entsorgt wurde. Darauf aufbauend, besprechen die Food Waste-Expertinnen und -Experten von Kitro die Erkenntnisse mit den Küchen und definieren gemeinsam, welche datenbasierten Massnahmen umgesetzt werden können.
Warum ist das für die Betriebe auch wirtschaftlich relevant?
«Kostenkontrolle ist ein wichtiges Stichwort, wenn man Food Waste reduziert. Es lassen sich nicht nur Lebensmittelkosten sparen, sondern durch einen effizienteren Einsatz der Produkte auch Zeit sowie Transport- und Entsorgungskosten.»
Welche Massnahmen wirken in der Praxis am stärksten?
«Am meisten Wirkung erzielen Betriebe, wenn sie ihre Produktionsmengen datenbasiert planen und regelmässig anhand der gemessenen Abfälle anpassen. Besonders wirksam ist die dynamische Steuerung von Buffets – etwa mit kleineren Gefässen, einem gezielt reduzierten Angebot gegen Ende der Servicezeiten oder indem einzelne Artikel ganz auf à la carte umgestellt werden. Auch die aktive Einbindung der Mitarbeitenden hat grossen Einfluss: Wenn Teams verstehen, welche Abfälle wann und warum entstehen, steigt das Bewusstsein im Alltag. Viele kleine Entscheidungen summieren sich dann zu spürbaren Einsparungen. Denn am Ende sind es die Menschen in der Küche, die aus den Daten konkrete Veränderungen machen.»
Wie stark sinkt Food Waste typischerweise nach der Implementierung von Kitro?
«Mit datenbasierter Planung können Küchen gezielt gegensteuern und ihren Food Waste meist um 20 bis 50 Prozent reduzieren. Besonders gross ist das Potenzial dort, wo Buffets angeboten werden. Erste Effekte zeigen sich oft schon in den ersten Wochen, weil das Bewusstsein der Mitarbeitenden geschärft wird. Food Waste in einem grösseren Betrieb zu reduzieren, ist aber kein kurzfristiges Projekt, sondern ein Prozess, der Geduld und das aktive Mitwirken der Küchen- und Serviceteams erfordert. Je nach Betriebsart und Engagement der Teams können in den ersten zwei bis sechs Monaten bereits deutliche Einsparungen erzielt werden.»