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Die «Super-Fairtrade»-Schokolade

Die einzelnen Kakaofrüchte werden mit Messsern und Macheten in aufwendiger Handarbeit von den Bäumen geholt. Foto: Fairtrade/Francis Kokoroko

Produktion & Konsum Wirtschaft Partner Inhalt: Lidl Schweiz

Die «Super-Fairtrade»-Schokolade

Lidl Schweiz setzt sich seit vielen Jahren für fairen Kakao ein. Mit «Way to go» geht der Discounter noch einen Schritt weiter und lanciert eine «Super-Fairtrade»-Schokolade, um die Lebenssituation der Kleinproduzenten in Ghana zu verbessern.

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Denkt man an ein typisches Schweizer Produkt, so kommt einem unmittelbar Schokolade in den Sinn. Dieses zartschmelzende kulinarische Vergnügen, dass einem mit jedem Bissen ein kurzes Moment der Glückseligkeit beschert. Nicht nur in der Weihnachtszeit wird viel Schokolade verschenkt und genossen: Mit über 11 Kilo Schokolade pro Person und Jahr steht die Schweiz an der Spitzenposition in Sachen Schokoladenkonsum, gefolgt von Deutschland und Russland. Das ist, wenn man es genauer betrachtet, eigentlich erstaunlich, wird Schokolade doch lediglich in der Schweiz veredelt, nicht aber angebaut. Denn Schokolade wird aus Kakaobohnen hergestellt und diese gedeihen nun mal nicht in unseren Breitengraden, sondern rund um den Äquator, wo es das ganze Jahr über heiss und feucht ist.

Bessere Lebensbedingungen für die Bauern schaffen

Der Kakaobaum stammt ursprünglich aus Zentralamerika. Er kam mit den Seefahrern im 16. Jahrhundert nach Europa. Rasch wurde Kakao damals unter der europäischen Aristokratie so etwas wie das Hipster-Getränk der Stunde und galt als Statussymbol schlechthin. Die Nachfrage stieg schnell, und rasch musste nach neuen Anbaugebieten in Afrika Ausschau gehalten werden. Heute ist Westafrika das Hauptanbaugebieten von Kakaobohnen. Rund 70 Prozent des Kakaos stammt von der Elfenbeinküste und aus Ghana. Etwa eine Million Kleinproduzenten bauen in Ghana Kakao an, weitere drei Millionen sind bei der Ernte, der Verarbeitung oder beim Transport von Kakao mit von der Partie. Was den wenigsten Schokoladeliebhabern in Europa bewusst ist: Die Produktionsbedingungen für den Kakaoanbau sind schwierig – oft leben die lokalen Bauern trotz harter Arbeit in bitterer Armut.

Foto: Fairtrade/Francis Kokoroko

Im Innern der Früchte verbergen sich die begehrten Kakaobohnen.

Lidl Schweiz fördert den nachhaltigen Kakaogenuss und setzt sich zusammen mit Fairtrade, der ghanaischen Bauernkooperative Kuapa Kokoo und der NGO Rikolto für die Kakaobauern in Ghana ein. Erklärtes Ziel von Lidl Schweiz ist es, bessere Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven für die Kakaobauern zu schaffen und damit auch gegen Armut, Kinderarbeit und Abholzung der Wälder anzukämpfen.

Lidl Schweiz ist Gründungsmitglied der Schweizer Plattform für nachhaltigen Kakao. Bereits seit 2016 verwendet Lidl Schweiz für das gesamte Eigenmarkensortiment ausschliesslich Kakao aus zertifiziertem Anbau. Das gesamte Eigenmarken-Tafelschokoladensortiment zum Beispiel ist zu 100 Prozent Fairtrade-zertifiziert. Auch sonst findet sich auf vielen Kakaoprodukten im Lidl-Sortiment das Fairtrade-Label, etwa bei den Weihnachtsschokoladen der Eigenmarke Favorina.

Nun geht Lidl Schweiz noch einen Schritt weiter: mit den «Super-Fairtrade »-Schokoladen «Way to go» setzt sich Lidl für die Schliessung der Einkommenslücke von Kakaobauern hin zu existenzsichernden Löhnen ein: Von jeder verkauften «Way to go»-Schokolade Profitieren die Kakaobauern über ein Prämienprinzip von Weiterbildungsprogrammen. Diese tragen wirksam zu existenzsichernden Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau bei.

Im Moment führt Lidl Schweiz unter dem Label «Way to go» die Sorten «Caramel Fleur de Sel» sowie «Dunkel» im Sortiment.

Das Prämienprinzip funktioniert so, dass jeder Bauer von jeder verkauften Tafel Schokolade profitiert. Zum einen erhält der Bauer oder die Bäuerin eine Geldprämie von Fairtrade, da sie sich verpflichtet haben, nach den Anbaurichtlinien des Fairtrade-Programms Kakao anzubauen. Zum anderen gibt Lidl Schweiz eine feste Prämie pro verkaufter Tafel Schokolade an die Kleinbauern ab. Diese wird, um eine langfristige Verbesserung der Lebenssituation zu bewirken, jedoch nicht bar ausgezahlt, sondern fliesst in zwei Initiativen: Die Kleinbauern werden geschult, ihre Anbau- und Erntemethoden nachhaltig zu optimieren. Und es wird ihnen geholfen, weitere Einkommensquellen zu generieren und sich betriebswirtschaftliche Kenntnisse anzueignen.

Der Kakao für die «Way to go»-Schokolade stammt vom Kleinbauernverband Kuapa Kokoo aus Ghana. «Die Herkunft des Kakaos ist zu 100 Prozent rückverfolgbar », erklärt Mathias Kaufmann von Lidl Schweiz. Die Kooperative Kuapa Kokoo ist eine Pionierin und existiert bereits seit 1993. Heute zählt sie über 100 000 Mitglieder. Kuapa Kokoo setzt sich gezielt auch für Gleichberechtigung ein, indem zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit die Bedürfnisse von Frauen besonders berücksichtigt werden. Im Moment führt Lidl Schweiz unter dem Label «Way to go» die Sorten «Caramel Fleur de Sel» – eine spannende Marriage aus Karamell und einem Hauch Meersalz – sowie «Dunkel» im Sortiment.

Grössere Biodiversität und Entlastung des Ackerlandes

Um nicht allein vom Kakao abhängig zu sein, unterstützen Lidl Schweiz und Kuapa Kokoo die Bauern beim Anbau weiterer Lebensmittel wie Yamswurzeln und Reis oder bei der Herstellung von Produkten wie Seifen und Honig. So konnten im Jahr 2021 insgesamt 1181 Bauern aus 27 verschiedenen Gemeinden unterstützt werden, davon 87 Bauern in der Seifen- und 23 in der Honigproduktion, 91 im Yamswurzel- und 14 im Reisanbau. Geerntet werden konnten im letzten Jahr fast 5000 Kilogramm Reis und über 22 500 Yamsknollen. Ferner erhielten 574 Bauern Zugang zu günstigen Finanzierungsmöglichkeiten. Ein positiver Nebeneffekt dieser weiteren Geschäftszweige ist: Durch die vielfältigere Landwirtschaft werden die Böden entlastet und die Biodiversität erhöht.

Das Projekt «Way to go»

Ein nachhaltiger Kakaoanbau hilft nicht nur den Menschen, sondern auch der Umwelt. Im Rahmen des «Way to go»-Projektes von Lidl Schweiz werden Kleinbauern in Ghana darin geschult, ihre Anbau- und Erntemethoden nachhaltig zu optimieren. Alte Kakaofelder werden wieder in Schuss gebracht, damit nicht Wälder geholzt werden müssen, um neue Felder anzubauen. Auch werden heimische Baumarten angepflanzt. Ferner erhalten die Landwirte Instruktionen für eine effektivere und schonendere Bewirtschaftung ihrer Plantagen, wie etwa neue Schnitt- und Spritztechniken. Der Kakaoanbau ist eine diffizile Angelegenheit und erfordert Erfahrung und Know-how: Die Bauern müssen den richtigen Zeitpunkt für die Ernte wählen und die einzelnen Arbeitsschritte richtig ausführen, um Kakaobohnen von hoher Qualität zu erhalten. Geerntet wird jeweils in der Hauptsaison von Oktober bis März sowie in der Nebensaison von Mai bis August in zeitintensiver Handarbeit: Die Bauern schneiden die Früchte mit Macheten von den Bäumen, öffnen sie und entnehmen den Früchten die Bohnen. Diese müssen nun fünf Tage gären und anschliessend getrocknet werden. Die Weiterverarbeitung der Bohnen findet in der Regel ausserhalb der Anbaugebiete statt, wo sie zunächst geröstet und anschliessend zu Kakaomasse und in weiteren Mahlvorgängen zu Kakaobutter und -pulver verarbeitet werden. Die Kakaobutter bildet die Basis von Schokolade, wie wir sie lieben und schätzen. Und dank «Way to go» erst recht mit gutem Gewissen geniessen können.

Deklaration: Dieser Inhalt wurde vom Sustainable Switzerland Editorial Team im Auftrag von Lidl erstellt.

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