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Gefragt sind kreative Lösungen, um qualifizierte Mitarbeitende zu finden. Gesucht werden auch motivierte Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger. Foto: BKW
Wirtschaft Partner Inhalt: BKW

Mit Hackathons gegen die Klimakrise

Der Fachkräftemangel in der Energie-, der IT- und der Gebäudebranche erschwert den Kampf gegen den Klimawandel. In zwei Hackathons im November sucht die BKW gemeinsam mit der gesamten Branche Lösungsansätze gegen diesen Missstand, aus denen Pilotprojekte hervorgehen sollen und Start-up-Ideen gepitcht werden können. Noch kann man sich für die digitalen Anlässe anmelden.

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Mit Hackathons gegen die Klimakrise

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Für die BKW gehört die Nachhaltigkeit zur DNA und ist ein ganz zentraler Pfeiler der Geschäftsstrategie. Mit zukunftsweisenden Lösungen leistet das internationale Energie- und Infrastrukturunternehmen einen grossen Beitrag zum Klimaschutz. Dabei werden einerseits gezielte Massnahmen zur Senkung der eigenen Emissionen und des Energieverbrauchs in den Firmengebäuden ergriffen und anderseits die Kundinnen und Kunden unterstützt, selbst ihren Anteil zu leisten. Um neue Ideen zu entwickeln, hat die BKW die Initiative «Lebensräume 2025» ins Leben gerufen – eine Plattform für die Entwicklung neuer und innovativer Ideen, welche die Erreichung der grossen Klimaziele unterstützen. Mit Pioniergeist macht die BKW Lebensräume lebenswert. In verschiedenen Ateliers wird die Möglichkeit geschaffen für die Zusammenarbeit und einen konstruktiven Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik.

Öffentliche digitale Hackathons

Das nächste Atelier findet zum Thema «Klimawende: auch ein Arbeitskräfteproblem» statt. Denn in der Energie-, der IT- und der Gebäudebranche ist der Fachkräftemangel gegenwärtig ein gravierendes Problem. Obwohl genug Arbeit vorhanden ist, gelingt es nicht immer und überall, die nötigen Mitarbeitenden zu finden. Der demographische Wandel verlangt von allen Branchen und Industrien, kreative Lösungen für das Fehlen von qualifizierten Mitarbeitenden zu finden. Gleichzeitig stellt die Digitalisierung viele bestehende Jobs und Aufgaben in Frage. Im Rahmen des Ateliers werden Antworten gesucht, die beide Dynamiken miteinander verbinden. Den Auftakt dazu bilden zwei öffentliche digitale Branchen-Hackathons. Diese finden am 15. und am 29. November 2023 während jeweils drei Stunden statt. Willkommen als Teilnehmende sind grundsätzlich alle Personen jeden Alters aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, die einen aktiven Beitrag zur Fragestellung des Ateliers leisten wollen und können.

Gemeinsam werden an den Hackathons Lösungen zur folgenden Frage erarbeitet: Wie können wir 200 Eigenheime und Kleinindustriegebäude in der Schweiz bis 2025 mit Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern sowie Berufseinsteigenden zu energieoptimierteren und smarteren Gebäuden transformieren unter der Anwendung von digitalen Lösungen? Den Hintergrund dieser Themenwahl bildet der Umstand, dass gerade auch in vielen Schlüsselbereichen qualifizierte Fachkräfte fehlen, um die Klimawende zu beschleunigen. Das ist eine besonders drängende Herausforderung: Aktuell übersteigt die Nachfrage nach klimafreundlichen Lösungen wie etwa Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen die personelle Kapazität für deren Installation und Umsetzung.

Weitere Informationen & Anmeldung

Mit Schwarmintelligenz zum Ziel

Durch die Wahl des Hackathons als Durchführungsform wird der Dialog sichergestellt und eine Brücke zwischen der jetzigen und der künftigen Abreitnehmergeneration der erweiterten Energiebranche geschlagen. Adrian Stuber, Mitglied des Leadership Board und Head of People & Culture bei der UMB AG (IT-Sparte der BKW) ist einer der beiden Atelier-Hosts und selbst auch Teilnehmer am Hackathon. Wie er im Gespräch sagt, fehle es in der Energiebranche tatsächlich nicht an Arbeit, sondern an Fachkräften. «An den Hackathons, die wir zusammen mit 42hacks erarbeiten und durchführen, setzen wir auf die Schwarmintelligenz, um Lösungsansätze für die Problemstellung zu finden.» Es liege auf der Hand, dass man nicht alles allein machen könne. Deshalb sei es angezeigt, auch auf das Wissen und auf die Erfahrung von anderen abzustellen, um somit branchenweite Lösungen anzudenken.

Für den HR-Fachmann Adrian Stuber ist es klar, dass die Schweiz mehr Fachkräfte in den entsprechenden Berufen ausbilden muss, damit dem Klimawandel begegnet werden kann. «Dafür brauchen wir richtig gut ausgebildete Berufsleute und nicht bloss Angelernte», erklärt er. Adrian Stuber bildet selbst Nachwuchs aus und muss regelmässig feststellen, dass viele Lehrabgänger nach dem Abschluss die Branche verlassen. «Deshalb müssen wir es schaffen, einen Generationendialog in Gang zu bringen und den Nachwuchs langfristig im Beruf zu halten.»

Foto: BKW

Quelle: BKW

In der Gebäude-, der Energie- und der IT-Branche ist der Fachkräftemangel gegenwärtig ein gravierendes Problem.

Adrenalin und Zeitdruck

Dass die beiden Hackathons digital und nicht etwa physisch stattfinden, hat laut Adrian Stuber damit zu tun, dass man in Bezug auf das Umwelt- und Klimathema möglichst wenig Emissionen verursachen wolle. «Da wäre es nicht opportun, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Auto anreisen müssten», führt er aus. Gleichwohl will er den Adrenalinausstoss hoch halten und Zeitdruck erzeugen, damit ohne Scheuklappen und mit maximaler Kreativität in einem hochstrukturierten Rahmen Ideen und Lösungsansätze erarbeitet werden können. Bei beiden Hackathons sei die Teilnehmerzahl auf 30 Personen limitiert, die sich einzeln, in Gruppen und im Plenum mit der Grundfrage beschäftigen werden.

Wer soll sich für die Hackathons anmelden? Grundsätzlich steht die Teilnahme allen offen. Doch Adrian Stuber denkt vor allem an interessierte Personen von Ausbildungsunternehmen, die mit der Herausforderung des Fachkräftemangels kämpfen, von Branchenverbänden und technischen Hochschulen. «Eine mehr oder weniger grosse Branchennähe ist sicher von Vorteil. » Sonst sollten aber frei von Hierarchien und unabhängig vom Alter aktiv Lösungsvorschläge entwickelt werden, um den Fachkräftemangel in der erweiterten Energiebranche nachhaltig zu lösen. «Wichtig ist, dass die Teilnehmenden freiwillig mitmachen, Lust haben und eine optimistische Grundhaltung mitbringen», sagt er. Schliesslich sei es für den Ablauf des Hackathons entscheidend, mit einer gewissen Leichtigkeit an die Fragestellung heranzugehen, damit spannende Visionen für die Arbeitsplätze der Zukunft in der erweiterten Energiebranche entstünden. Die Aufgabe der Atelier-Hosts und der Moderatoren sei es dann, am Schluss alle Gedanken zu einer sinnvollen Essenz zu verdichten.

Gangbare Lösung bis 2025

Daraus sollen später Pilotversuche hervorgehen oder sogar Start-up-Ideen gepitcht werden können. «Ich bin sehr gespannt, was sich ergeben wird», erklärt Adrian Stuber. Als Resultat erwartet er nicht die eine ganz grosse Idee, sondern viele kleine Ideen, von denen aber die besten für eine Umsetzung von der BKW weiter geprüft werden. «Denn um den Klimawandel aufzuhalten, brauchen wir praktikable, machbare Lösungen und keine theoretischen Vorschläge, die kaum einen Realitätsbezug haben», ist er überzeugt. Ziel des Ateliers «Klimawende: auch ein Arbeitskräfteproblem» sei es, bis im Sommer 2024 eine gangbare Lösung ausgearbeitet zu haben, um bis im Jahr 2025 einen spürbaren Effekt zu erzielen.

«Wir machen Lebensräume lebenswert. Mit Pioniergeist.»

Unsere Stärke ist das Zusammenspiel von verschiedenen Fachgebieten, Berufen und Ideen. Gestalten Sie mit uns Lebensräume mit Zukunft, in denen Menschen gerne leben und sich entfalten können!

Weitere Informationen

Deklaration: Dieser Inhalt wurde vom Sustainable Switzerland Editorial Team im Auftrag von BKW erstellt.

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